Teuer aber wichtig: Versicherungsschutz auf der Baustelle

Eine Baustelle birgt viele unterschiedliche Gefahrenquellen. Daher ist der Versicherungsschutz auf der Baustelle so wichtig.

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Jeder Bauherr sollte sich mit dem Thema Versicherungsschutz auf der Baustelle beschäftigen - ganz gleich, ob in Eigenregie oder mit Bauträger gebaut wird. Foto: Jürgen Fälchle/Fotolia.com Foto: Jürgen Fälchle/Fotolia.com

Jede Baustelle ist auch Arbeitsplatz - für die Handwerker der beauftragten Bauunternehmen und die freiwilligen Helfer. An jedem Arbeitsplatz können auch bei Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen Unfälle geschehen. Zudem gehen von jeder Baustelle besondere Gefahren unter anderem für angrenzende Bauwerke und Passanten aus. Ganz gleich in welcher Konstellation der Bauherr sein Haus errichtet, ob also in Eigenregie oder mit einem Baupartner wie einem Architekten oder Bauträger, einen kompletten Haftungsausschluss kann er nicht erreichen. Daher ist es wichtig, einen Versicherungsschutz auf der Baustelle zu gewährleisten. Doch welche Versicherungen sind wichtig, welche sogar verpflichtend?

Versicherungsschutz auf der Baustelle ermitteln

Wie so oft, muss leider auch in diesem Fall festgehalten werden: Einen allgemeingültigen Rat zum Thema Versicherungsschutz auf der Baustelle kann es nicht geben - dazu sind die Unterschiede zu groß. Allerdings gibt es einige Regeln zu beachten, die entweder rechtlich zwingend oder unter dem Gesichtspunkt der Risikoabwägung sehr ratsam sind:

Die Helfer und die Bau-BG

Viele Bauherren minimieren die Baukosten durch Eigenleistungen. Oftmals können sie dabei auf die Unterstützung aus der Familie oder dem Freundeskreis zählen. Diese freiwilligen Helfer müssen jedoch vor Beginn der Arbeiten bei der örtlichen Baugenossenschaft (Bau-BG) angegeben werden. Die Helfer sind dann bei Unfällen versichert. Wichtig: Es besteht eine Pflicht, die Baustelle der Bau-BG zu melden. Ob und in welchem Umfang Beiträge zu entrichten sind, hängt von der Anzahl der beschäftigten Helfer sowie der insgesamt geleisteten Stunden ab.
Für den Bauherren wichtig ist zudem die Frage, ob alle Helfer eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, die Sach- und Personenschäden durch ihre Tätigkeit auf der Baustelle abdeckt.

Handwerksunternehmen und deren Versicherungen

Auch wenn Sie Handwerksunternehmen mit der Erstellung Ihres Hauses beauftragt haben, sind Sie als Bauherr nicht aus der Haftung entlassen. Daher ist es wichtig, dass Sie sich von den beauftragten Bauunternehmen am besten direkt mit dem Angebot folgende Nachweise zukommen lassen:

  • Nachweis der Meldung der Beschäftigten bei der Bau-BG
  • Nachweis über einen Versicherungsschutz für Sach- und Personenschäden

Nicht günstig, aber unverzichtbar

Nachfolgend noch einige Versicherungen, die jeder Bauherr zur eigenen Sicherheit abschließen sollte:

  • Bauherrenhaftpflicht: Diese Versicherung zahlt, wenn Fremde auf der Baustelle zu Schaden kommen.
  • Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht: Diese Versicherung sollten Besitzer von unbebauten Grundstücken und Mehrfamilienhäusern abschließen, um Schäden Dritter auf dem Grundstück abzusichern.
  • Gewässerschadenhaftpflicht: Diese Versicherung ist für Öltankbesitzer wichtig und zahlt, falls Grundwasser oder Erdreich durch Heizöl verschmutzt wird.


Zudem sollten Bauherren über den Abschluss einer Wohngebäudeversicherung sowie einer Elementarschadenversicherung zur Absicherung des eigenen Hauses gegen Schäden durch beispielsweise Feuer aber auch Hochwasser nachdenken.

Tipp: Es gibt inzwischen von vielen Versicherungen Komplettangebote zum Thema Versicherungsschutz auf der Baustelle. Vergleichen Sie Angebote und prüfen Sie, ob es bei Ihnen gegebenenfalls zu Doppelversicherungen durch bereits bestehende Policen kommt.


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