Kaufnebenkosten

Baufinanzierung: Alle Kosten bedenken

Frank Kemter | 6894 Aufrufe | 
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Wer eine Immobilie baut oder erwirbt, muss weit mehr als nur den reinen Kaufpreis zahlen: Die Kaufnebenkosten können beachtlich sein.

Planung (4 Artikel):

Bei Hauskauf oder -bau ist es mit den bloßen Erwerbskosten nicht getan. Denn es fallen einige Kaufnebenkosten an, die in der Regel mehr als zehn Prozent der Kaufsumme zusätzlich ausmachen.

Kaufnebenkosten sind beispielsweise:

  • Makler-Gebühren (3,57 bis über sieben Prozent)
  • Grunderwerbsteuer (3,5 Prozent; Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt: 4,5 Prozent)
  • Notar- und Gerichtsgebühren (bis zu zwei Prozent)
  • Umzugskosten
  • Miete für die alte Wohnung vor Baufertigstellung/Einzug
  • Renovierungskosten (beim Erwerb einer Gebrauchtimmobilie)
  • Versicherungen
  • Erschließungskosten (Neubau)
  • Bodengutachten (Neubau)

Doch auch die Wünsche des Bauherrn oder des Wohnungskäufers können zusätzlich ins Geld gehen. Beim freistehenden Haus verteuern Kaufnebenkosten wie beispielweise aufwendige Außenanlagen und Begrünungen das Vorhaben. Auch eine neue Küche kostet viel Geld. Oft entsprechen zudem die standardmäßig angebotenen oder bereits vorhandenen sanitären Einrichtungen nicht den eigenen Vorstellungen. Doch jedes Extra kostet zusätzlich.

Deshalb: nicht zu knapp kalkulieren. Gehen die monatlichen Zahlungen an die Grenze der finanziellen Belastbarkeit, sollten potentielle Bauherren und Immobilienkäufer besser auf einen günstigeren Zeitpunkt warten: "In solchen Fällen lassen Sie besser noch die Finger davon, oder prüfen Sie, ob ein preiswerteres Objekt in Frage kommt", warnt Susanne Dehm von der Quelle-Bausparkasse.

Reserven bilden

Durch die Kaufnebenkosten kann sich ein Hausbau unvorhergesehen verteuern. Deshalb sollte dafür eine zusätzliche Reserve vorhanden sein. Wird beispielsweise erst beim Ausgraben der Baugrube ein hoher Grundwasserspiegel entdeckt, kommt der Keller teurer. Die Bodeneigenschaften sollte man darum schon vor Baubeginn abklären lassen. Noch schlimmer: Der Bauträger geht während der Bauzeit pleite. Deshalb beim Vertragsabschluss auf faire Vereinbarungen achten: "Viele Zahlungspläne sind versteckte Vorauszahlungen", warnt Frank Staudinger vom Verband privater Bauherren. Bei einem Konkurs des Bauunternehmens ist das zu viel bezahlte Geld dann weg.

Auf genaue Leistungsbeschreibungen achten

Leider gibt es auch Bauträger, deren Leistungsbeschreibungen ungenau und unvollständig sind. Die mögliche Konsequenz: Während des Baus kommen weitere Kosten auf den Bauherrn zu, die dieser nicht eingeplant hatte. Tipp: Gefällt Ihnen ein Haus in ihrer Umgebung, klingeln Sie einfach und fragen den Eigentümer, ob er mit der Baufirma zufrieden war. Allgemeine Beratungen bieten zudem Verbraucherzentralen an.

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