Planung - Baufinanzierung richtig planen
Eine gute Portion Eigenkapital ist bei der Immobilienfinanzierung sehr empfehlenswert. Grundsätzlich gilt: je mehr Eigenkapital, desto besser.
von Frank KemterZwar gibt es inzwischen auch Banken, die den vollen Kaufpreis einer Immobilie plus die Kaufnebenkosten finanzieren. Doch für die Mehrheit der Immobilienkäufer sind solch riskante Modelle nicht geeignet. Nur bei einem hohen Einkommen und einem sicheren Job sollte man eine solche Vollfinanzierung in Erwägung ziehen.
Je mehr eigene Ersparnisse in die Finanzierung der Immobilie fließen, desto geringer ist der Anteil, der für Kredittilgung und Kreditzinsen aufgebracht werden muss. Als Eigenkapital im engeren Sinne gelten Bargeld, Sparguthaben, Bausparguthaben (sofern sie ohne Zwischenfinanzierung sofort zur Verfügung stehen, also zuteilungsreif sind), Festgelder und festverzinsliche Wertpapiere. Aktien und Anteile an Investmentfonds sollten Sie vorsichtig einplanen: Turbulenzen an den Börsen haben schon häufig die Notierungen selbst von Anteilsscheinen solider Firmen in den Keller gedrückt.
Eigenkapital im weiteren Sinne sind das bereits bezahlte Grundstück, bezahlte Baumaterialien/Architektenleistungen, Verwandten- und Arbeitgeberdarlehen sowie eventuelle öffentliche Zuschüsse.
Auch Eigenleistungen können die finanzielle Belastung senken. Sie sollten aber nicht zu hoch angesetzt werden. Und denken Sie bitte auch daran, bei baulichen Eigenleistungen für sich und Ihre Helfer Versicherungsschutz bei der zuständigen Bauberufsgenossenschaft zu beantragen.
Wie hoch der Anteil an Eigenkapital insgesamt sein sollte, hängt von vielen Faktoren ab. Experten raten dazu, 20 bis 30 Prozent selbst in die Finanzierung einzubringen. Bei einer preiswerten Immobilie kann dieser Anteil aber auch darunter liegen. In jedem Fall das Wichtigste: Die Lebenshaltung muss weiterhin gesichert sein: "Rechnen Sie unregelmäßige Einkünfte oder Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld eher nicht in Ihren Finanzierungsspielraum mit ein, sondern halten Sie diese Beträge als Sicherheitsreserve", rät Susanne Dehm von der Quelle-Bausparkasse. Wer sein komplettes Eigenkapital einbringt, kann schnell in Bedrängnis kommen: Geht das Auto, der Fernseher oder die Waschmaschine kaputt, müssten schlimmstenfalls zusätzliche Schulden gemacht werden, um diese Belastungen zu tragen.
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