Kassensturz am Anfang
Planung (4 Artikel):
Die gestiegene Zahl der Zwangsversteigerungen in den letzten Jahren macht es deutlich: Oft übernehmen sich Häuslebauer finanziell. Bevor mal also das eigene Zuhause erwirbt, heißt es erst einmal: Kassensturz und kritisch die eigenen finanziellen Möglichkeiten überprüfen.
Ehrliche Bestandsaufnahme
Kassensturz - so wird's gemacht: Erstellen Sie zunächst eine Liste Ihrer Ausgaben, die regelmäßig für Ihre Lebenshaltung anfallen. Berücksichtigen Sie zudem auch eine Reserve für unvorhergesehene Ausgaben (etwa für Autoreparaturen). Danach betrachten Sie Ihre Einnahmen-Seite: Das was nach Abzug Ihrer Ausgaben übrig bleibt plus Ihre bisherige Miete könnten Sie künftig als maximale Monatsrate fürs Darlehen verkraften. Besser ist es allerdings, weniger anzusetzen, denn oft kommen beim Immobilien-Erwerb noch manche Extra-Kosten auf den Käufer zu, mit denen er anfangs gar nicht rechnet.
Als Faustregel gilt: Pro 50 Euro, die Sie für die Finanzierung monatlich erübrigen können, können Sie (bei rund sechs Prozent Zins und einem Prozent Tilgung) in der Regel ein Darlehen von circa 7.500 Euro aufnehmen. Wenn Sie also 1.000 Euro im Monat zurückzahlen können, beträgt die Darlehenshöchstgrenze, die Sie sich zumuten sollten, 150.000 Euro. Dies und Ihr Eigenkapital ergibt den Maximalpreis Ihrer Wunschimmobilie inklusive sämtlicher Baunebenkosten.
Kassensturz: Alle Kosten berücksichtigen
Neben dem eigentlichen Kaufpreis fallen zusätzliche Kosten (Maklergebühren, Grunderwerbsteuer, Notarkosten) an, die unbedingt bei der Planung berücksichtigt werden müssen.
Eigenkapital
Wichtig: eine ausreichende Kapitaldecke. "Ratsam ist ein Eigenkapitaleinsatz von 20 bis 25 Prozent, wobei damit im Idealfall noch nicht alle Eigenkapitalmittel als Puffer ausgeschöpft sein sollten", sagt Christian Kraus von der Interhyp.
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