Außenanlagen - Garten planen und gestalten

Gartenteich fit für den Winter machen

Bevor Eis und Schnee den Garten bedecken, sollte auch der Gartenteich winterfest gemacht werden. Mit der richtigen Vorbereitung kommen Teichfische und Pflanzen gut durch den Winter.

von Marina Novellino
Gartenteich, Teich, Teichpflege
Im Herbst wird es Zeit den Gartenteich winterfest zu machen, damit Pflanzen und Fische gut über die kalte Jahreszeit kommen. Foto: BGL

Zu einem schönen Garten gehört für viele auch ein Gartenteich. Damit der Teich die kalte Jahreszeit ohne Schäden übersteht, ist eine gute Teichpflege wichtig. Schon bevor das erste Herbstlaub fällt, kann bereits ein Netz über den Teich gespannt werden, damit keine Blätter hinein fallen. Das spart viel Arbeit, denn ist das Laub erst einmal im Teich, bekommt man es nur schwer wieder heraus. Außerdem leidet die Wasserqualität darunter, da beim Verrottungsprozess Fäulnisgase freigesetzt werden, die den Fischen zum Verhängnis werden können. Um hineingefallenes Laub zu entfernen, kommen Rechen und Kescher zum Einsatz.

Wasserpflanzen im Gartenteich

Vergilbte Blätter von Seerosen und anderen Teichpflanzen können mit einer speziellen Teichschere zurückgeschnitten werden. Das Werkzeug hat einen besonders langen Stiel und lässt sich so bequem vom Teichrand aus verwenden. Die abgeschnittenen Pflanzenteile werden am besten mit einem Kescher entfernt. Mit einem Rechen sollte zudem der Bewuchs der Unterwasserpflanzen gelichtet werden. Zu viel sollte jedoch nicht entfernt werden, denn wintergrüne Teichpflanzen liefern auch im Winter wichtigen Sauerstoff. Teichpflanzen, die nicht winterhart sind, wie tropische Seerosen, müssen entfernt und an einem frostsicheren Ort aufbewahrt werden. Gut geeignet sind hier Bottiche, die in einem hellen Raum aufgestellt werden.

Fische im Teich überwintern

Damit die Teichfische den Winter überleben, sollte wenigstens eine Stelle mindestens 80 Zentimeter tief sein, damit der Teich an dieser Stelle nicht komplett durchfriert. Daher sollte der Wasserstand im Herbst geprüft werden und der Gartenteich bei Bedarf aufgefüllt werden, um eine ausreichende Wassertiefe sicherzustellen. Auch sollten die Fische im Spätherbst mehr gefüttert werden, damit sie Reserven für den Winter zulegen können. Im Winter selbst sollten sie nicht mehr gefüttert werden. Bevor die Temperaturen unter null Grad fallen, sollte schon ein Eisfreihalter in den Gartenteich gesetzt werden. Dieser ist meist aus Styropor und verhindert ein komplettes Zufrieren der Wasseroberfläche, sodass ein Sauerstoffaustausch zwischen Wasser und Luft stattfinden kann. Sollte doch einmal eine Eisschicht den ganzen Teich bedecken, hacken Sie kein Loch hinein. Durch die so verursachten Druckwellen könnten die Schwimmblasen der Fische beschädigt werden, was zum Tod der Tiere führen kann.

Teichgeräte entfernen

Wasserpumpen und Filter sollten aus dem Gartenteich entnommen werden, bevor der Teich zufriert, da die Geräte sonst beschädigt werden können. Auch Wasserspeier und Fontänen werden bis zum Frühjahr frostsicher außerhalb des Teiches gelagert.

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