Außenanlagen - Garten planen und gestalten

Verwandlungskünstler: Naturstein im Garten

Wege, Mauern, Beete - Gartenliebhaber entdecken mehr und mehr die Schönheit, Vielfalt und Gestaltungsmöglichkeiten, die Naturstein im Garten bietet.

von Steffen Malyszczyk
Naturstein im Garten
Naturstein im Garten besticht durch vielfältige Einsatzmöglichkeiten - ob als Wegbegrenzung, Solitärstein, in Gabionen oder im Steinbeet. Foto: Fotolia

Eine der urtümlichsten Bestimmungen der Natursteine war der Bau von Mauern. Heute jedoch werden Grundstücke kaum noch ganz massiv eingefriedet - die Steine sind gewissermaßen vom Rand in den Garten hinein gewandert. Sie bilden dort niedrige, schlichte Trockenmauern, fassen Böschungen ein oder zieren die Terrasse. Obwohl die Industrie für nahezu jede Art von Mauer Betonprodukte anbietet, stellt Naturstein im Garten eine ästhetische Alternative dar.

Einzelner Naturstein im Garten

Ein einzelner Stein kann den Hausgarten sichtlich aufwerten. Als so genannter Solitärstein zieht er die Blicke auf sich, sei es als monolithischer Findling, als bizarre Säule, als Felsstück oder als Bruchstein. Sie alle sind Unikate der Natur, von natürlicher Schönheit, meist vor Millionen von Jahren entstanden und somit ein Sinnbild für Unvergänglichkeit. Die unterschiedlichsten Gesteinsarten sind zu finden, ebenso die überraschendsten Formen und Farben. Ob nun rauer Granit, löcheriger Kalktuffstein oder versteinertes Holz - kein Wunsch bleibt offen. Der Handel bietet auch senkrecht durchbohrte Brocken an, die dann als Quellsteine am Teich aufgestellt oder als Springbrunnen betrieben werden können. Deren Anschaffung ist nicht ganz billig, meist müssen für solch einen Naturstein im Garten mehrere hundert Euro investiert werden.

Zahlreiche, aber kleine Natursteine

Steinchen, massenhaft verwendet, haben in viele Hausgärten Einzug gehalten. Beispielsweise die Traufe mit mittelgroßen Kieseln einzufassen ist längst üblich; relativ neu dagegen sind Gabionen. Das sind Drahtkörbe oder -gestelle mit unterschiedlicher Maschenweite, die mit Steinen oder Glasbrocken gefüllt werden. Sie sind beispielsweise als Einfassung für kleine Teiche und für Hochbeete, als niedrige Mauern, Zäune oder Einfassungen gebräuchlich. Der Handel bietet sie rund, länglich, spitz und auch spiralförmig an. Die Preise sind abhängig von Material und Größe und beginnen bei etwa 60 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die gewünschten Steine.

Steinbeete

Bei Steinbeeten dominieren Schotter, Grobkies oder Splitt das Gesamtbild. Solche Flächen sind zwar auf Dauer sehr pflegeleicht, jedoch verlangen die Aufbereitung des Substrates, die Auswahl geeigneter Stauden und deren Anwachsen vom Gärtner zunächst mehr Aufmerksamkeit. Schotterbeete mögen gewöhnungsbedürftig erscheinen, den Namen Steinwüste verdienen sie - richtig angelegt - jedoch keineswegs. Ein spezieller Fall ist hier der Japangarten. Auch er wird von Gestein geprägt, sogar Brücken, Schalen und Laternen sind aus Stein. Doch diesem Garten liegt eine eigene Philosophie zugrunde, denn Steine sind darin Symbole. Seine Faszination besteht in der sinnreichen Anordnung von Gehölzen, Bambus, Wasser, Stein und Moos.

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