Ein Sichtschutz im Garten hält unerwünschte Blicke ab Bildergalerie

Der eigene Garten dient zur Entspannung und zum Wohlfühlen - da sind neugierige Blicke der Nachbarn oder vorbeilaufender Spaziergänger meist nicht erwünscht. Ein Sichtschutz im Garten kann Abhilfe schaffen.
Stefanie Aßner

Im eigenen Garten möchte man sich zurückziehen und entspannen. Für etwas mehr Privatsphäre sorgt da ein Sichtschutz aus Holz, Kunststoff oder auch Pflanzen. Netter Nebeneffekt: Er hält nicht nur unerwünschte Blicke ab, sondern schützt oftmals zugleich vor Wind und Sonne.

Efeu, Hecke & Co.: Sichtschutz im Garten

Sichtschutz aus Holz

Wer sich einen Sichtschutz im Garten wünscht, ist mit hölzernen Fertigelementen am besten bedient. Jedoch ist dieser Sichtschutzzaun aus Holz aufgrund seiner großen Oberfläche sehr windanfällig - eine fachmännische Verankerung ist daher Pflicht. Dekorativer sind Holzpalisaden, die durch ihr massives Aussehen äußerst urig wirken können. Die gerade geschnittenen Holzstämme werden angespitzt und in der Erde befestigt. Damit sich kein Wasser am Holz ansammelt, sollten sie nicht einbetoniert, sondern nur in einem Schotterbett verankert werden. Bei Holzzäunen, wie auch bei Holzpalisaden, ist die Pflege recht aufwendig. Das Holz benötigt jährlich einen frischen Anstrich, am besten mit Holzschutzlack, um es witterungsbeständiger zu machen. Ein einzelnes Holzzaunelement ist im Baumarkt ab 30 Euro erhältlich. Wer sich einen Sichtschutz aus Holzpalisaden wünscht, muss etwas tiefer in die Tasche greifen: Einen einzigen, zirka zwei Meter hohen Holzpfahl bietet der Fachhandel für etwa 25 Euro an.

Hecke als Sichtschutz

Eine Hecke fügt sich hervorragend in das Gartenbild ein und kann auch als Zaunersatz dienen. Dort können sich verschiedenste Kleintiere einnisten. Besonders beliebte Heckenpflanzen sind Rotbuche, Eibe, Hainbuche oder Thuja. Jedoch muss die Hecke mindestens zwei Mal im Jahr geschnitten werden. Wer den Geldbeutel schonen will und etwas Geduld mitbringt, kann im Baumarkt Jungpflanzen kaufen und sich dann nach einigen Jahren über einen dichtgewachsenen Sichtschutz freuen.

Sichtschutz aus Kunststoff und WPC

Ein Sichtschutzzaun aus Kunststoff ist besonders robust und witterungsbeständig. Außerdem entfällt bei dieser Art der alljährliche Gartenzaunanstrich. Meist genügt es, den Kunststoffzaun mit dem Wasserschlauch abzuspritzen. Jedoch bleichen die Zäune schnell in der Sonne aus. Neben diesen Sichtschutzzäunen aus Kunststoff gibt es auch Sichtschutzelemente aus einem Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff, dem so genannten WPC (Wood-Polymer-Composites). Sie können, im Gegensatz zum Holzzaun, dichter gefertigt werden, wodurch weniger Schallwellen durch den Zaun gelangen können. Somit dienen sie nicht nur dem Sicht-, sondern auch dem Lärmschutz. Neben ihrer pflegeleichten Eigenschaft, lassen sie sich auch problemlos begrünen. Kunststoffzäune sind im Gegensatz zu WPC-Zäunen billiger in der Anschaffung: Ein einzelnes Kunststoffelement ist es im Baumarkt ab 180 Euro erhältlich.

Zäune aus Weide, Bambus und Schilf

Weidenzäune sind für ihre edle Optik, ihre Flexibilität und Haltbarkeit bekannt. Sie lassen sich bequem mit Kabelbindern oder Draht an bereits vorhandenen Zäunen befestigen. Jedoch sind Weidenzäune selten komplett blickdicht. Um dies zu erreichen, müssten sie zweilagig befestigt werden. Alternativ zu Weidenruten, können auch Sichtschutzzäune aus Schilf oder Bambus das Gesamtbild des Gartens aufwerten und für die gewünschte Privatsphäre sorgen. Unter diesen drei Möglichkeiten sind preislich gesehen die Sichtschutzmatten aus Schilfrohr am günstigsten: Eine ganze Rolle des Schilfrohrzauns ist bereits ab 10 Euro erhältlich.

Zaunbepflanzung als Sichtschutz im Garten

Holzzäune oder Spaliere können beliebig mit Pflanzen begrünt werden. Efeu eignet sich dafür besonders gut. Vorteil: Die immergrüne Pflanze gewährt sowohl im Sommer als auch im Winter optimalen Sichtschutz im Garten. Wie bei Hecken, können sich auch in Zaunbepflanzungen Kleintiere einnisten. Zudem benötigen die Pflanzen einen regelmäßigen Schnitt.

Sichtschutz aus Steinen

Mit Steinen gefüllte Drahtkörbe, sogenannte Gabionen, bieten während des ganzen Jahres einen optimalen Sichtschutz. Die Körbe sind in verschiedensten Größen erhältlich und können neben- oder übereinander gestellt werden. Als Füllmaterial wird meist Bruchmaterial aus den Steinbrüchen verwendet. Ob bei Gabionen ein Fundament notwendig ist, hängt entscheidend vom entsprechenden Boden ab. Ist dieser eher locker und lässt sich schwer verdichten, empfiehlt sich ein Betonfundament. Ein einfacher Drahtkorb ist im Baumarkt ab etwa 50 Euro erhältlich. Das Füllmaterial muss meist separat gekauft werden.

Örtliche Vorschriften beachten

Bevor man sich jedoch einen Sichtschutz im Garten errichtet, ist ein Blick in die örtliche Bausatzung der Gemeinde- oder Stadtverwaltung notwendig. In einigen Gemeinden gibt es feste Regelungen, wie hoch und aus welchem Material Sichtschutzzäune und Co. sein dürfen.

verfasst am: 15.02.2012
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