Richtig bewässern: Rasenpflege im Sommer

Während der Sommermonate kann der Rasen unter starker Hitze und Sonneneinstrahlung leiden. Gartenbesitzer sollten sich in dieser Zeit verstärkt der Rasenpflege widmen und das Gras künstlich bewässern.

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Im Juli und August, wenn es besonders trocken ist, sollte der Rasen im Garten zusätzlich bewässert werden. Andernfalls verliert er seine satte grüne Farbe und droht zu verwelken. Dabei ist es jedoch wichtig, darauf zu achten, den Garten zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge zu gießen.

Am Abend bewässern

Gartenbesitzer sollten den Rasen ein bis zwei Mal wöchentlich vorzugsweise am Abend bewässern. So kann das Wasser während der Nacht in die Erde eindringen und die Wurzeln kräftigen. Wer seinen Rasen in der prallen Sonne beregnet, riskiert, dass der Rasen verbrennt, denn in den Wassertropfen bündelt sich das Sonnenlicht – ein Brennglaseffekt kann entstehen. Darüber hinaus kann Wasser in der prallen Sonne verdunsten noch bevor es vom Boden überhaupt aufgenommen werden kann.

Für kleine Gärten eignet sich meist schon ein Gartenschlauch mit Sprühregenaufsatz. Bei größeren Rasenflächen sollte ein Rasensprenger an den Gartenschlauch angeschlossen werden. Seine Düsen sind durch den Wasserdruck stets in Bewegung, so dass die gesamte Rasenfläche gleichmäßig beregnet wird. Mit einer Zeitschaltuhr können Gartenbesitzer außerdem sichergehen, dass der Rasen auch während der Urlaubszeit gut gepflegt wird.

Wassermenge und Bewässerungsdauer

Nur wenn Gartenbesitzer gleichmäßig und dosiert gießen, erhält der Boden viel Feuchtigkeit und verschlammt gleichzeitig nicht. Pro Quadratmeter sollten bei optimaler Rasenpflege insgesamt etwa zehn bis 15 Liter Wasser in ein bis eineinhalb Stunden fließen. Vorsicht: Wer den Rasen in kurzen zeitlichen Abständen immer wieder mit kleineren Mengen Wasser versorgt, fördert die Wurzelbildung an der Oberfläche.  Das macht den Rasen mittelfristig anfälliger für Trockenheit, weil die Sonne die Wurzeln direkt erreichen kann.

Befinden sich Bäume oder dicht beieinander stehende Pflanzen in der Nähe, kann der Rasen etwas großzügiger bewässert werden: Der Rasen erhält das Wasser dann schließlich nicht allein. Nach dem Bewässern ist der Boden idealerweise etwa zehn Zentimeter tief durchfeuchtet. So werden die Wurzeln auch durch tief gelegene Wasserschichten versorgt. Ist der Boden gut durchwurzelt, macht das den Rasen bei Trockenheit resistenter.

Regenwasser für die Rasenpflege

Anstelle von Leitungswasser kann auch Regenwasser für die Rasenpflege verwendet werden. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern hat auch andere Vorteile – es ist kostengünstiger, weicher und enthält weniger Kalk als Wasser aus dem Hahn. Zum Sammeln des Regenwassers können Gartenbesitzer Regentonnen oder unterirdische Zisternen verwenden. Das Wasser muss auch in diesem Fall übrigens keineswegs per Gießkanne auf dem Rasen verteilt werden. Günstige Gartenpumpen, die sich an den Rasensprenger anschließen lassen, sind schon für unter 100 Euro zu haben. Gartenbesitzer können sich dazu im Baumarkt beraten lassen.


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