Selbst gemacht: Sichtschutz für den Garten

Es gibt Ecken und Momente im Garten, da möchte man - auch bei besten nachbarschaftlichen Beziehungen - vor neugierigen Blicken geschützt sein. Die Terrasse, eine kleine Liegewiese oder eine lauschige Sitzecke können ein solcher Ort sein. Als Sichtschutz für den Garten werden oft Fertigteile verwendet.

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Die großen Baumärkte oder der einschlägige Einzelhandel bieten für diese Zwecke  diverse Sichtschutzelemente an, oft Dichtzaun genannt. Meist sind das tatsächlich zaunartige Platten aus kesseldruckimprägniertem Holz und neuerdings auch aus dem weitaus beständigeren Kunststoff; sie sind entweder glatt, aus Lamellen geflochten, mit und ohne Bogen oder Rankgitter. Es gibt sie rund, spitz, schmal, breit und unterschiedlich hoch; die Standardgröße liegt bei 180 mal 180 Zentimetern. 

Sichtschutz selbst montieren 

Die Aufstellung ist denkbar einfach: Die Elemente werden zwischen Pfosten montiert, dafür gibt es passende Halterungen. Die Preise für ein Wandstück beginnen bei etwa zehn Euro, für erlesene Hölzer oder optisch ansprechende Kunststoffelemente muss man pro Stück ab 200 bis 300 Euro rechnen. Wer den Sichtschutz für den Garten dezent variieren will, schraubt die Elemente nicht an feste Verankerungen, sondern nimmt mehrere schmale Stücke und versieht sie untereinander mit Scharnieren. So entsteht ein Paravant, der stabil stehen bleibt, wenn die beweglichen Elemente im Zickzack aufgestellt werden. Vorteil: der Sichtschutz wandert dort hin, wo man ihn gerade braucht.

Schnell und unkompliziert

Eine preiswerte und vor allem schlichte Lösung für Garteninhaber mit den sprichwörtlichen zwei linken Händen bildet die sogenannte Meterware. Das können Markisenstoffe sein, oder aneinander genähte Kunststoffstäbe, Bastmatten, oder einfache Tuche. Sie benötigen allerdings alle eine Stütze, sei es ein Zaun, ein Schutzgitter oder Stäbe, die in die Erde gesteckt werden. Selbst Materialen mit anderer Zweckbestimmung, beispielsweise Stegplatten aus Polycarbonat oder milchige, gerahmte Glasscheiben sind als Sicht- und Windschutz denkbar. Mancher Restposten aus vergangenen Bauzeiten kann so noch sinnvoll verwendet werden. Dazu gehören auch überzählige Bretter, die stehend angeordnet und versetzt verschraubt werden. Sie können eine praktische und schöne Sichtblende abgeben, wenn sie eine ansprechende Lasur erhalten. Jeder Blickschutz sollte also auch einen Blickfang bilden, aber nur so sparsam dimensioniert sein, dass er sich in seine Umgebung einfügt und dem Gartennutzer selbst nicht jedweden Ausblick raubt. 

Kunstvoll und natürlich

Neben Holz haben sich weitere natürliche Materialien etabliert. Dazu gehören Blenden, die kunstvoll aus Schilfrohr oder Weidenruten geflochten, aus Bambusstäben oder langen aufgereihten Borkenstücken zusammengefügt wurden. Auch dem weniger geschickten Heimwerker bieten sich hier viele Möglichkeiten, weil diese Werkstoffe nicht wegen hoher Maßhaltigkeit wirken, sondern durch eine Gestaltungsidee beeindrucken. Wer mehr vom Tischlern versteht, kann sich einem Spaliergitter zuwenden. Die nötigen Latten sind in jedem Baumarkt preiswert zu haben. Sie werden rechtwinklig oder – was schon schwieriger ist – schräg aufeinander geschraubt. Anschließend eine farbige Wetterschutzfarbe aufzutragen, ist immer empfehlenswert. Den Sichtschutz bilden dann die rankenden Pflanzen, die am Spalier wachsen. Sie müssen nicht immergrün sein, es sei denn, man legt auch im Winter auf eine blickdichte Trennwand wert. Den vielleicht besten Sichtschutz aller (Jahres-) Zeiten bildet im Garten jedoch immer noch die gute alte Hecke.


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