Außenanlagen - Garten planen und gestalten
Trinkwasser ist ein wertvolles Gut - und eigentlich zu schade, um damit den Garten zu bewässern. Eine Alternative stellen verschiedene Systeme zur Regenwassernutzung dar.
von Jan-Carl Mehles(bauen.de) - Den Garten mit Regenwasser zu bewässern ist oft eine attraktive Möglichkeit, gleichzeitig den Geldbeutel und die Umwelt zu schonen. Denn Trinkwasser ist ein begrenztes Gut, dessen Aufbereitung zudem noch Energie verbraucht. Den Regen hingegen gibt es in unseren Breiten reichlich - und völlig gratis.
Da Regen sich flächig verteilt, ist die einfache Aufstellung einer Regentonne meist nicht besonders effizient. Man greift einfach nicht genug Regen ab, da meist nur einige Millimeter pro Quadratmeter fallen. Vielversprechender sind da Sammelsysteme, die sich aus dem Fallrohr der Regenrinne bedienen. Hier fließt der gesammelte Niederschlag von mehreren Dutzend Quadratmetern Dachfläche zusammen. Die Tonne wird schneller voll.
Natürlich gibt es eine große Bandbreite verschiedener Systeme - mit entsprechenden Unterschieden beim Preis. Einfache Selbstbausets mit Weiterleitung zu einer Regenwassertonne sind für unter 100 Euro im Baumarkt zu haben. Dazu kommt dann noch eine Tonne - fertig! Das "Bewässerungssystem" ist hier dann allerdings die gute alte Gießkanne.
Wer einen großen Garten zu bewässern hat, für den sind sicher automatisierte Regenwassersammelsystem interessant. Hier wird ein Tank, meist aus Stahlbeton oder PE-Kunststoff, im Boden eingelassen und mit dem Fallrohr verbunden. Eine Tauchpumpe im Tank sorgt dann für einen ausreichenden Wasserdruck, um Gartenschläuche und Rasensprenger zu betreiben. Der Anbieter Mall Umweltsysteme bietet mit dem neuen System Fontana Rain sogar eine Anlage, die mit versenkbaren Bewässerungssystemen auf Wunsch vollautomatisch die Besprengung des Gartens übernimmt. Vollausgestattete Luxussysteme dieser Art haben allerdings ihren Preis: Unter 3.000 Euro sind sie nicht zu haben.
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