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Pfusch am Bau? Nur selten läuft beim Hausbau alles glatt. Damit auch Laien Mängel frühzeitig erkennen und intervenieren können, bietet der TÜV einen Fünf-Phasen-Check an.
von Frank Kemter(bauen.de) Kaum ein Neubau ist völlig mängelfrei. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, in manchen Fällen aber auch erhebliche Macken, deren Beseitigung mächtig ins Geld geht. Doch der Laie, der gewöhnlich nur einmal in seinem Leben baut, erkennt diese oft nicht rechtzeitig. Laut Schätzungen des TÜV Rheinland werden im Durchschnitt fünf bis zehn Prozent der Kosten des Rohbaus nach der Fertigstellung nochmals für erste Sanierungen aufgewendet.
Geld und Ärger können sich Bauherren sparen, indem sie schon während des Hausbaus unabhängige Experten mit der Überwachung der Arbeiten beauftragen. So bietet etwa der TÜV Rheinland einen Fünf-Phasen-Check an. Dabei wird in regelmäßigen Abständen geprüft, ob alle Arbeiten auch einwandfrei ausgeführt wurden. Dabei überprüfen die Bausachverständigen regelmäßig die erbrachten Handwerkerleistung und vergleichen sie mit den im Vertrag vereinbarten Leistungen. Besonders häufig stellen die Fachleute demnach Baumängel bei den Gewerken Fenster und Fassade fest. Sobald ein Mangel die Toleranzgrenze überschreitet, wird der Mangel protokolliert.
Mit dieser Information kann der Bauherr eine Frist zur Nachbesserung setzen. Der TÜV rät dazu, sich nicht vom Bauträger hinhalten zu lassen: Erfolgt nach einer angemessenen Frist keine Reaktion, so darf der Bauherr ein anderes Unternehmen mit der Mängelbeseitigung beauftragen und die Kosten dem Bauträger in Rechnung stellen. Mit der umfangreichen TÜV-Dokumentation hat der Bauherr außerdem ein Beweismittel an der Hand, für den Fall, dass Streitigkeiten vor Gericht ausgetragen werden müssen.
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