Die wichtigsten Nebenkosten beim Grundstückskauf
Für künftige Eigenheimbesitzer ist eine sorgfältige Finanzplanung entscheidend. Nebenkosten werden dabei allzu oft übersehen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollte man die wichtigsten Nebenkosten beim Grundstückserwerb kennen und einkalkulieren.Wer den Bau eines Eigenheims plant, weiß, dass hierfür einiger finanzieller Aufwand nötig ist. Während man die größten Kosten wie Grundstückspreis und Baukosten meist noch gut im Blick hat, werden andere Kostenpunkte oft vergessen. Gerade Ausgabenposten wie Nebenkosten beim Grundstückserwerb können dann die gesamte Finanzierung ins Wanken bringen. Wer sich jedoch gut informiert, ist mit einer soliden Finanzplanung für den Start ins Eigenheim gerüstet.
Grundbucheintragung und Notarkosten beim Grundstückskauf berücksichtigen
Das Traumobjekt ist gefunden und der Kaufentschluss gefallen - nun müssen nur noch die Eigentumsverhältnisse geklärt werden. Zunächst muss ein Kaufvertrag zwischen altem und neuem Eigentümer aufgesetzt und beurkundet werden. Ein mit der Kaufabwicklung beauftragter Notar stellt eine Rechnung von einem Prozent der Kaufsumme. Notarkosten beim Grundstückskauf fallen also immer an. Der Notar veranlasst auch den nächsten Schritt: Denn Grundstückseigentümer wird man erst durch die Eintragung in das Grundbuch, das vom Grundbuchamt oder dem Amtsgericht verwaltet wird. Hierfür wird eine Gebühr von 0,5 Prozent des Kaufpreises erhoben.
Grunderwerbssteuer
Sobald der Immobilien- oder Grundstückskauf getätigt ist, folgt der Steuerbescheid vom Finanzamt. Die Grunderwerbssteuer beträgt meist 3,5 Prozent (in Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt 4,5 Prozent) und wird auf den Gesamtkaufpreis fällig, also auf das Grundstück sowie gegebenenfalls das darauf vorhandene Gebäude. Dies ist gerade für Bauträgerkunden wichtig, denn sie müssen durch den Erwerb einer kompletten Immobilie bei diesen Nebenkosten besonders tief in die Tasche greifen.
Maklergebühren
Zum Verkauf stehende Grundstücke werden selten vom Eigentümer selbst angeboten, sondern von beauftragten Maklern. Diese erheben für die Grundstücksvermittlung eine Gebühr, die auch Courtage oder Provision genannt wird. Auch diese richtet sich nach dem Gesamtkaufpreis und ist je nach Bundesland unterschiedlich hoch: In manchen Regionen sind Käuferprovisionen von bis zu 7,14 Prozent üblich, in anderen teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision und zahlen jeweils 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer. Die Höhe der Maklergebühr ist gesetzlich nicht geregelt und daher oft Verhandlungssache. Die Vereinbarung darüber sollte deshalb vor dem Kauf unbedingt schriftlich festgelegt werden. Sind diese Nebenkosten einkalkuliert, ist mit einer realistischen Kostenplanung bereits der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft im Eigenheim gelegt.
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