Haus planen - Gute Planung beim Haus bauen

Lohnt sich KFW 60, bzw wird es von der KFW Bank gefördert?

von Alex 27

Hallo, wollen bauen und da stürzt ja echt ne menge auf einen ein. Lohnt sich ein KFW 60 Haus mit Solar und Wärmepumpe zu nehmen oder bleiben wir bei dem normalen EnEV Standart? Oder ist KFW 60 dieser Standart?

KFW 60 würde 10000 Euro mehr kosten.

 

Alex

Antworten (5)

Antwort von: parcus
20-07-2009

KfW 60 ist Geschichte. Sowas sollte ein Architekt wissen.

 

Die KfW Förderungen sind hier zu finden

###LINK0###

 

BAFA, Bund,... ebenso.

 

Wärmepumpe ist zudem noch lange nicht gleich Wärmepumpe.

Siehe Neuentwicklungen wie DV-WP oder CO2 Erdsonde.

 

Allerdings habe ich gerade meine Zweifel ob hier der Planer überhaupt differenzieren kann ?

 

Die Erstellungskosten von Gebäuden verlieren zusehens gegenüber den Betriebskosten an Stellenwert.

 

Ach wird der zukünftige Wert eines Hauses immer stärker an seiner Energieeffizienz festgemacht werden.

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Antwort von: Frank
21-07-2009

Dass KfW60 Geschichte ist, ist zwar Richtig, allerdings entspricht das neue KfW70 in etwa dem alten KfW 60. ###LINK0###

Unterschied: die 60 beim KfW-Programm bezogen sich auf den Energiebedarf in KW, die 70 im KfW70-Programm sind eine Prozentangabe, wonach ein KfW70-Haus nur 70 % der Energie verbrauchen darf, die gemäß EnEV maximal zulässig ist.

Die KfW-Programme sind insofern flexibler geworden, als dass küftige Verschärfungen bei der EnEV auch gleichzeitig eine Verschärfung bei KfW70 bedeuten (da Prozent- und keine absoluten Angaben).

Ein Anteil an erneuerbaren Energien wird jetzt ohnehin bei Neubauten Pflicht, so dass du Solarthermie einbauen solltest.

Ob und wie sich eine WP rechnet, sollte vorab geklärt werden. Teuer ist die Bohrung, und da kommt es auf die Tiefe & die Bodenbeschaffenheit an, außerdem muss das genehmigt werden. Willst du als Medium das Grundwasser verwenden, ist zusätzlich eine wasserrechtliche Genehigung notwendig. Billiger sind Luft-WP, allerdings auch weniger effizient, da sie dann, wenn am meisten geheizt wird - im Winter - die niedrigste Jahresarbeitszahl haben (es ist nicht ganz leicht, eiskalter Außenluft Wärme zu entnehmen...)

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Antwort von: Alex27
22-07-2009

Danke für die Antworten !

Wenn ich es also richtig verstanden habe ist bei KFW 70 also eine Wärmepumpe dabei die die höchste Summe einnimmt und natürlich die Solarzellen. Dämmung wäre gleich wie bei normalen EnEV Standart, richtig?

Aber kann ich die Solarzellen zu jeder Wetterseite ausrichten, haben Ost oder West zur Auswahl.

 

 

Alex

Antwort von: MaxS
22-07-2009

Hm, also uns wurde auch ungefähr folgendes gesagt: für KfW 70 reicht eine Brennwerttherme (i.d.R. Gas) + Solar. Das teure bei euch scheint die Wärmepumpe zu sein, die bei all unseren Angeboten mit ca. 7k Euro Aufpreis zur Gasbrennwerttherme zu buche schlägt. Dann kommt nochmal (bei Wasser) der Brunnen dazu. Nochmal ca. 6k Euro. Ergo: KfW 70 sollte "leicht" möglich sein, ohne teurere Heiztechnik --- allerdings lohnt das Förderdarlehen dann auch kaum.

 

KfW 55 allerdings benötigt dann schon richtig mehr (Wärmepumpe ist da praktisch die Regel). Dafür "spart" man durch das hier wirklich attraktive Darlehen auf die Gesamtfinanzierung gerechnet ca. 6k Euro. Also zahlt man nicht mehr ganz so viel drauf, bekommt aber ein energetisch "besseres" Haus (Wiederverkaufswert).

 

Genau an dieser Option sind wir im Moment auch am Knobel. Nur die Art der Wärmepumpe ist uns noch nicht klar. Luft scheidet aus (will keinen externen Kasten). Wasser soll super sein, allerdings benötigt man zwei Brunnen (manche behaupten auch, einer reicht in manchen Gegenden), Erdwärme ist dann nicht mehr so effizient wie Wasser, dafür ohne Schwankungen. Allerdings ist die Bohrung auch teurer (angeblich).

 

Wie gesagt, auch alles "Laieninformationen" aus den unterschiedlichen "Beratungsgesprächen" die wir mittlerweile genossen haben ....

 

Evtl. wirds auch eine Gasbrennwerttherme mit Kaminofen + Wasser-pufferspeicher. Unser Energieberater knobelt da gerade dran, ob das reicht.

Antwort von: Frank
23-07-2009

@Alex27

KfW 70 besagt nicht, dass eine WP Pflicht ist. In der Summe aller Maßnahmen muss der Energieverbrauch aber um 30 % geringer sein, als bei einem "normalen" Haus gemäß EnEV. Die geforderte Einsparung kann somit auch durch eine effiziente Brennwertheizung und/oder bessere Dämmung und/oder kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung erreicht werden.

Was die Wärmepumpe betrifft: Neben den Mehrkosten für Bohrung etc. gibt es auch Minderkosten - so braucht man z.B. keinen Kamin (sofern man nicht zusätzlich einen Kamin- oder kachelofen haben will) und auch keine Lagerstätte für Öl bzw. Pellets.

Bzgl. Solar: Ich gehe davon aus, dass du von Solarthermie (Warmwasser) und nicht von Photovoltaik (Strom) sprichst. Für beides gilt: unverschattete Südausrichtung bei ca. 30 Grad Dachneigung wären optimal; es geht aber auch mit West-/Ost-Dächern, der Ertrag ist allerdings geringer, man benötigt also eine größere Fläche, um zum gleichen Ertrag zu kommen.

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