Haus planen - Gute Planung beim Haus bauen

Eigenleistung: Billig Bauen mit Muskelkraft

Die Muskelhypothek kommt wieder in Mode: Viele private Bauherren wollen ihre Baukosten durch Eigenleistung senken. Der eigene Einsatz will aber gut überlegt sein.

von Markus Wöckel
Muskelhypothek, Eingenleistung, Geld sparen
Selbst ist der Mann: Mit dem richtigen Werkzeug und Know-how lässt sich viel Geld sparen. Foto: Hornbach/Immowelt.de

(bauen.de) - Realistische Selbsteinschätzung und genaue Planung sind nötig, damit sich Eigeninitiative auch in barer Münze auszahlt. Denn der Wille allein reicht oft nicht: Entscheidend sind handwerkliches Geschick, Zeit, passendes Werkzeug und willige Helfer. Wer bei lohnintensiven Arbeiten mit anpackt, setzt seine Muskelkraft besonders effizient ein. Da aber selbst handwerklich geschickte Bauherren annähernd doppelt so lange für die Arbeiten benötigen wie Profis, können leicht 1.000 Arbeitsstunden zusammenkommen.

Lohnanteil der Handwerker berücksichtigen

Die Materialkosten für Erd-, Mauerarbeiten, elektrische Leitungen und Bodenbeläge machen weniger als die Hälfte aus. Der Rest geht an den Handwerker und kann durch Eigenleistung gespart werden.

Zwar verschlingt der Rohbau mehr als 40 Prozent der Kosten. Aber gerade hier ist trotzdem von Eigeninitiative abzuraten. Diese Arbeiten erfordern spezielles Fachwissen. Besser: auf einfache Tätigkeiten konzentrieren, die bei zeitlichen Verzögerungen nachfolgende Gewerke nicht behindern.

Zupacken lohnt sich beim Innenausbau

Am liebsten wird beim Innenausbau Hand angelegt. Zu Recht: Wer Keller oder Bad in Eigenleistung fliest, behält bis 25 Euro pro Quadratmeter im eigenen Geldbeutel. Beim Verlegen eines Holzbodens aus Holzdielen spart der Hobbyhandwerker sogar bis zu 35 Euro.

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