Das Bausatzhaus - mit Muskelkraft zum Eigenheim
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Damit der Traum vom eigenen Häuschen nicht zum Albtraum wird, ist gerade beim Bausatzhaus ein guter Betreuungsservice sehr wichtig. Foto: PraktikHaus
Das Prinzip Bausatzhaus, auch als Rohbau- oder Selbstbauhaus angeboten, ist denkbar einfach: Alle Materialien und Bauteile werden in einem kompletten Bausatz angeliefert und vom Bauherrn selbst verarbeitet. Je nach Anbieter und Vereinbarung beinhaltet das Paket nur den Rohbau oder auch die Materialien für den Innenausbau. Dabei sind Vorkenntnisse und handwerkliches Geschick zwar nützlich, doch nicht entscheidend, denn völlig auf sich alleine gestellt ist der Selberbauer nicht. Die meisten Anbieter von Bausatzhäusern bieten Schulungen an, um den Bauherrn auf die anfallenden Arbeiten vorzubereiten. Tipp: Unbedingt auf einen umfassenden Beratungs- und Betreuungsservice vor und während der Bauphase achten. Der Nachteil eines Bausatzhauses ist, dass es auf Eigenleistung keine Gewährleistungsansprüche gibt.
Bausatzhaus: Eigenleistung oder Handwerker?
Wer sich für ein Bausatzhaus entscheidet, kann - je nach Anbieter - zwischen verschiedenen Beispielhäusern wählen und nach Wunsch verändern. Steht die Planung für das Traumhaus, sollte der Bauherr mit dem Anbieter zunächst einmal klären, welche Eigenleistungen er tatsächlich erbringen kann (oder will) und für welche Gewerke ein Handwerker benötigt wird. Vor allem der Zeitaufwand ist ein entscheidender Faktor, denn beim Hausbau in Eigenleistung kommen schnell 1.000 und mehr Arbeitsstunden zusammen. Da der Häuslebauer in der Regel nur nach Feierabend und an Wochenenden auf der Baustelle arbeitet, kann es durchaus sechs bis zwölf Monate dauern, bis das Haus steht - je nach Talent und Einsatz.
Materialien und Systeme
Nach der Wahl des Baumaterials für den Rohbau richtet sich auch der Anteil der Eigenleistungen - und damit der Einsparungen: Neben der klassischen Massivbauweise mit KS-Steinen oder Poroton-Ziegeln gibt es die Mantelbetonbauweise – Schalungselemente etwa aus Neopor oder Holzspänen werden mittels Nut und Feder aufeinandergesetzt und anschließend mit Füllbeton ausgegossen. Selbst Hand anlegen kann man auch bei Wohnblockhäusern, denn die einzelnen Holzbohlen werden zugesägt und nummeriert angeliefert und müssen nur noch zusammengesetzt werden.
Bei bestimmten Rohbau-Systemen - wie bei der Holzrahmenbauweise oder bei aus Blähton vorgefertigten Elementen - hält sich die Eigenleistung jedoch in engen Grenzen. Die einzelnen Elemente sind aufgrund ihrer Größe nur mit einem Kran zu versetzen und sollten fachmännisch errichtet werden.
Eigenleistung kann Eigenkapital ersetzen
Durch die sogenannte Muskelhypothek - die Anerkennung der Eigenleistung als Eigenkapital durch die Bank - ist ein Bausatzhaus eine preiswerte Möglichkeit, um zu einem eigenen Häuschen zu kommen. Denn im Gegensatz zu Ausbauhäusern - hier wird der Bauherr erst beim Innenausbau tätig - beginnt die Eigenleistung beim Bausatzhaus bereits beim Rohbau - genau da auch das zusätzliche Einsparpotential. Grundstück und Bodenplatte beziehungsweise Keller nicht eingerechnet, sind Bausatzhäuser bereits für unter 100.000 Euro zu haben.
Blockhaus - einfache und ... 
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