Passivhaus - das Energiesparmodell
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Ein Passivhaus kommt ohne Heizungsanlage aus und trotzt so den steigenden Energiepreisen. Foto: SchwörerHaus KG / Immowelt.de
Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das weitestgehend ohne zusätzliche aktive Wärmeerzeugung auskommt. Statt herkömmlicher Heizanlagen decken passive Wärmequellen, wie die Sonne, Haushaltsgeräte oder auch die Hausbewohner selbst, einen Großteil des Wärmebedarfs ab. Eine separate Heizung wird immer dann entbehrlich, wenn der Heizbedarf unter zehn Watt pro Quadratmeter liegt. In diesem Fall kann die noch erforderliche Restwärme über ein Zuluftsystem mit Wärmerückgewinnung erzeugt werden.
Dieses Lüftungssystem ist eine der zentralen Komponenten und ein zusätzlicher Kostenfaktor des Passivhauses: Damit keine Wärme entweichen kann, ist die Gebäudehülle so gut wie luftdicht. Deshalb muss eine separate Luftrückgewinnungsanlage die Versorgung mit Frischluft sicherstellen. Zusätzlich erhöhen die besonders stark gedämmten Wände den Investitionsbedarf. Bei den konventionellen Dämmstoffen wie Mineralwolle oder Zellulose wird beispielsweise eine Dämmdicke von etwa 30 Zentimetern benötigt. Daneben erfordern die Fenster besonderes Augenmerk: Hier sind für ein Passivhaus Dreifachverglasungen mit zwei Beschichtungen üblich. Auch die Rahmen müssen hochwertig gedämmt werden.
Tipp: Förderungen fürs Passivhaus
Die Anschaffungs- und Baukosten eines solchen Hauses fallen dementsprechend höher als bei einem konventionellen Neubau aus. Fachleute gehen von durchschnittlichen Zusatzkosten unter zehn Prozent aus - Förderungen durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau und der Verzicht auf eine Heizungsanlage eingerechnet. Im Gegenzug kann ein Passivhaus im Vergleich zu Häusern herkömmlicher Bauweise bis zu 90 Prozent an Energie sparen.
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