Energiesparhaus bauen oder kaufen
Eine allgemein verbindliche Definition des Begriffes Niedrigenergiehaus beziehungsweise Energiesparhaus gibt es nicht. Die Bezeichnung beschreibt einen Baustandard, nicht eine bestimmte Bauweise oder Bauform.
von IVPU - Industrieverband Polyurethan-HartschaumEin Energiesparhaus zeichnet sich durch folgende Konstruktionsmerkmale aus:
Wurden Niedrigenergiehäuser noch vor wenigen Jahren als ökologisch besonders fortschrittliche Bauweise angesehen, so gilt ein Energiesparhaus inzwischen beim Neubau als Standard. Der Heizwärmebedarf in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegt bei Niedrigenergiehäusern unter 60 kWh/qm, bei einem Drei-Liter-Haus zwischen 16 und 39 kWh/qm. Hierbei entsprechen der Wärmemenge von zehn kWh ein Liter Heizöl, ein Kubikmeter Erdgas oder zwei Kilogramm Holzpellets.
Das Passivhaus ist ein konsequent weiterentwickeltes Energiesparhaus. Passivhaus-Bauweise bedeutet kompakte Bauweise, eine sehr gute Wärmedämmung, optimierte Haustechnik und eine weitgehend luftdichte Gebäudehülle. Ein Passivhaus benötigt im Jahr nicht mehr als 15 kWh/qm oder etwa 1,5 Liter Öl beziehungsweise 1,5 Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Zum Vergleich: Ein Neubau nachgesetzlicher Vorschrift benötigt immer noch sechs bis zehn Liter Öl je Quadratmeter Wohnfläche.
Energiesparhaus - namhafte Anbieter und Hersteller auf eine Blick.
Noch unentschlossen? Besuchen Sie die Musterhausparks unserer Partner.
Der Niedrigenergiestandard unterschreitet das jeweilige gesetzlich geforderte energietechnische Anforderungsniveau deutlich. Derzeit gilt in Deutschland das Anforderungsniveau der Energieeinsparverordnung (EnEV). Die von der KfW geförderten KfW40- oder KfW60-Häuser haben sich als Standard für Energiesparhäuser durchgesetzt.
© Immowelt AG 2011 ® www.bauen.de Wissen rund ums Bauen!