Das Dach des Hauses soll gegen Regen, Schnee, Wind und zu große Hitze schützen, möglichst wartungsarm sein und dabei auch noch eine gute Figur machen! Bauherren müssen dafür nicht nur die passende Form und Deckung auswählen, sondern sich auch für die optimale Konstruktion und den richtigen Aufbau entscheiden.
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Die Dachform festlegen

Das Dach eines Hauses prägt die Gesamterscheinung eines Gebäudes enorm! Ein Flachdach wirkt minimalistisch, modern und Manchem vielleicht etwas zu kühl. Ein Zeltdach gibt dem Haus dagegen mediterranes Flair und ein Mansarddach verleiht eine gewisse Exklusivität. Bauherren sollten aber wissen, dass die Form des Daches nicht allein eine ästhetische Entscheidung ist. Zum einen gibt es aufwändigere und weniger aufwändige und damit teurere und günstigere Alternativen, zum anderen ist nicht in jedem Baugebiet jede Dachform erlaubt.

Welche Konstruktion brauchen wir?

Neben der äußeren Erscheinungsform des Daches, vom klassischen Satteldach über Pultdach bis hin zu ungewöhnlichen Tonnendächern ist für ein Dach auch die Konstruktionsart von Bedeutung. Die schlichteste Konstruktion ist dabei das Sparrendach. Es ist durch die einfache Bauweise schnell, unkompliziert und kostengünstig zu errichten. Ein Pfettendach wiederum ist ein Sparrendach, das um einen oder mehrere lange Balken in Längsrichtung des Daches, ergänzt wird. Je nach ihrer Lage heißen sie First-, Mittel- oder Fußpfette. So können größere Spannweiten überbrückt, kompliziertere Dachformen gebaut oder Gauben eingebaut werden. Auch das Kehlbalkendach kann größere Spannweiten überbrücken als das einfache Sparrendach. In diesem Fall durch zusätzliche Balken, die zwischen die Sparren gespannt werden.

Den richtigen Aufbau finden

Nicht zu verwechseln ist die Konstruktionsart, bei der es um die Statik, also um das Abtragen von Lasten geht, mit dem Dachaufbau, der die Funktion des Daches als Außenhaut, also als Schutz gegen Kälte, Hitze, Feuchtigkeit und Wind beschreibt. Wesentlich ist dabei die Frage, wo befindet sich die Dämmebene und wo die Konstruktion? Bringt ein so genanntes Kaltdach mehr Vorteile, zum Beispiel weil sich durch die Belüftungsebene der Dachinnenraum weniger stark aufwärmt? Das Warmdach bietet demgegenüber den Vorteil, dass bei einer späteren Sanierung sehr gut von außen gearbeitet werden kann ohne die Nutzer zu beeinträchtigen. Bei einem Umkehrdach, ebenfalls ein Aufbau ohne Lüftungsebene, liegt die Abdichtung unter der Dämmung. So ist die empfindliche Abdichtungsfolie besser gegen mechanische Einflüsse, UV-Strahlung und starke Temperaturwechsel geschützt.

Jedem Dach die passende Deckung

Neben der Form des Daches, tritt die Dacheindeckung des Hauses besonders in Erscheinung. Auch wenn die Entscheidung für ein bestimmtes Material von sehr vielen Gründen beeinflusst wird, die Optik spielt natürlich eine große Rolle. Aber nicht jede Eindeckung ist mit jeder Dachform, nicht einmal mit jeder Dachneigung zu vereinbaren. Zudem kann es auch hierfür konkrete Vorgaben durch den Bebauungsplan geben. Neben dem Klassiker auf deutschen Dächern, dem roten Dachziegel, haben auch Schieferdächer in manchen Gegenden Tradition. Wachsende Bedeutung bekommen Dacheindeckungen aus Metall. Gerade Titanzink wird von Bauherren bevorzugt, da es so gut wie wartungsfrei ist.

Wartung lohnt sich

Kaum ein Teil des Hauses ist so stark der Witterung ausgesetzt wie das Dach. Eine komplette Sanierung ist teuer und aufwändig. Es lohnt sich daher, das Hausdach gut zu warten und zu pflegen. Beschädigte Dachziegel sollten möglichst schnell entdeckt und ausgetauscht werden, bevor übermäßig viel Wasser in die Konstruktion eintreten kann. Auch das Reinigen der Ziegel ist sehr wichtig, beispielsweise, wenn sich so viel Moos darauf angesammelt hat, dass die Pflanzenwurzeln das Material schädigen können. Steht allerdings ein Ausbau des Dachgeschosses an, muss auch eine energetische Sanierung, also eine Wärmedämmung nach den aktuellen Vorgaben der Energieeinsparverordnung durchgeführt werden. Das ist zwar teuer und aufwändig, aber langfristig eine gute Investition.

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