Drei Tipps zum Strom sparen im Haushalt

Strom wird immer teurer. Haus- und Wohnungsbesitzer können allerdings einiges tun, um den Verbrauch und damit die Kosten zu senken. Bauen.de gibt drei Tipps.
Frank Kemter
Geschirrspüler, Strom sparen
Geschirrspüler der Energieeffizienzklasse A+++ brauchen nur sehr wenig Strom. Foto: Bosch

Die Stromkosten haben sich in den vergangenen zehn Jahren etwa verdoppelt. Um die Haushaltskasse nicht über Gebühr zu belasten, ist deshalb Strom sparen angesagt. Hausbesitzer können einiges tun, um die Stromrechnung zu senken – drei Tipps:

Tipp 1: Heizungs-Umwälzpumpe austauschen

Zentralheizungen verbrauchen nicht nur Gas oder Öl, sondern auch Strom. Denn das warme Heizungswasser muss ja irgendwie vom Heizungskessel zu den Heizkörpern und anschließend wieder zurück transportiert werden. Diese Aufgabe erledigt die Umwälzpumpe. Gerade Exemplare, die in älteren Heizungsanlagen verbaut wurden, gehen aber nicht besonders sparsam mit Strom um. Laut Stiftung Warentest brauchen alte, ungeregelte Pumpen jährlich Strom für rund 100 bis 150 Euro, moderne geregelte Pumpen kommen laut Warentester mit Strom für rund 30 Euro aus. Eine solche Pumpe kostet rund 230 Euro plus Montagekosten. Damit amortisiert sie sich innerhalb weniger Jahre.

Tipp 2: Große Haushaltsgeräte sparsam betreiben

Wenn es um den Austausch von Waschmaschine, Wäschetrockner, Kühlschrank oder Gefriertruhe geht, sollte man sich immer für das Gerät mit der höchsten Energieeffizienz entscheiden. Die Besten mancher Gerätegattung wie Kühlschränke und Geschirrspüler sind inzwischen mit A+++ gekennzeichnet, der Verbrauch solcher Geräte ist minimal. Wer gerade kein Geld für neue Geräte ausgeben will, kann seine vorhandenen unter Umständen sparsamer betreiben. Bei Waschmaschinen reicht mit modernen Spülmitteln oft eine Temperatur von 30 Grad oder weniger. Wäschetrockner mit Wärmepumpentechnik benötigen viel weniger Energie als konventionelle Abluft- oder Kondenstrockner. Zudem muss man nicht zwingend den letzten Tropfen Feuchtigkeit aus der Wäsche entfernen – es reicht ein schonenderes Programm. Zudem kann man darauf verzichten, Socken oder Unterwäsche in den Trockner zu stecken, da tut es die Luft genauso gut. Beim Kochen hilft oft ein Schnellkochtopf, um Energie zu sparen. Aber auch beim Ausbacken in der Pfanne sollte man auch Deckel und Restwärme nutzen.

Tipp 3: Solarmodule montieren

Fotovoltaikanlagen sind inzwischen für Eigenheimbesitzer so billig geworden, dass es sich finanziell lohnt, möglichst viel des im Haushalt benötigten Stroms selbst zu erzeugen. Während der vom Versorger bezogene Strom oft 25 Cent und mehr pro Kilowattstunde kostet, kann man, wenn man heute eine Solaranlage erwirbt, mit Herstellungskosten von deutlich unter 20 Cent pro Kilowattstunde rechnen. Ohne passenden Solarspeicher bleibt der Eigenverbrauch aber auf rund zehn bis maximal 30 Prozent beschränkt. Denn die Sonne scheint nicht immer dann, wenn man Strom braucht und umgekehrt. Den überschüssigen Strom kann man allerdings ins öffentliche Netz einspeisen und erhält dafür eine garantierte Vergütung. Diese sinkt für neu errichtete Anlagen Monat für Monat und belief sich Mitte 2012 auf rund 19 Cent pro Kilowattstunde für kleine Dachanlagen. Aufgrund der günstigen Preise für Solaranlagen rechnet sich das für Hausbesitzer aber dennoch.

verfasst am: 10.08.2012
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