Strom sparen im Haushalt: Tipps

Stromanbieter wechseln und Geld sparen: So funktioniert’s

Die Strompreise in Deutschland steigen und trotzdem bezahlen viele Deutsche mehr Geld für ihren Strom, als sie eigentlich müssten. Verbraucher können sparen, indem sie den Stromanbieter wechseln. Dafür sollten sie die Tarife aber sorgfältig vergleichen.

von Katrin Hausmann
Stromanbieter wechseln, Ökostrom
Stromanbieter wechseln und bares Geld sparen: Oft gibt es eine günstigere Alternative zum Tarif des lokalen Grundversorgers, beispielsweise Ökostrom. Foto: naturwatt.de/immowelt.de

Preise vergleichen und Stromanbieter wechseln lohnt sich hierzulande angesichts der stetig steigenden Strompreise: Wie die Bundesnetzagentur in ihrem Monitoringbericht meldet, können Verbraucher durchschnittlich 160 Euro pro Jahr sparen, wenn sie anstelle des teuren Grundversorgungs-Tarifs einen günstigeren Vertrag wählen. Doch von der Möglichkeit, zu einem anderen Tarif beim Grundversorger oder einem anderen Stromlieferanten zu wechseln, machte 2010 laut Bundesnetzagentur nur fast die Hälfte der deutschen Haushalte Gebrauch.

Tarife unter die Lupe nehmen

Stromanbieter wechseln bedeutet Tarife vergleichen! Anhand des Verbrauchs von der letzten Jahresabrechnung und dem monatlichen Grundpreis können die günstigsten Stromanbieter ermittelt werden - über einen Stromtarifrechner auf einem unabhängigen Verbraucherportal. Neben den Preisen pro Kilowattstunde sind auf den Portalen weitere Tarifkonditionen wie Vertragslaufzeiten, Preisgarantien oder Rabatte gelistet. Außerdem wird über Kautionen oder Vorauskasse informiert, denn solche Vertragsmodalitäten bergen Risiken.

Vertragsklauseln prüfen

Wer mit einem Anbieterwechsel Geld sparen will, sollte sich mit den Leistungen und Bedingungen der Stromversorger sorgfältig auseinandersetzen.

  • KostenNeben dem Preis pro Kilowattstunde ist auch der Grundpreis entscheidend. Außerdem sind Kosten für neue Zähler, weitere Messeinrichtungen oder die Ablesung des Zählers zu berücksichtigen.
  • LaufzeitWer flexibel bleiben möchte, sollte einen Vertrag mit einer Laufzeit von nicht mehr als einem Jahr abschließen. Ist bei fallenden Preisen keine Tarifanpassung nach unten vorgesehen, erschweren lange Fristen den Stromanbieterwechsel.
  • BonuszahlungenBei einmaligen Bonuszahlungen sollten Verbraucher genau hinschauen. Wer sich zum Stromanbieter wechseln entscheidet, bekommt diese zu einem festen Zeitpunkt gutgeschrieben. Auf lange Sicht ist das Sparpotential möglicherweise aber doch nicht so groß.
  • StrompaketePakete mit einer festen Menge Strom pro Jahr sind nur für Haushalte geeignet, die einen stabilen Stromverbrauch aufweisen. Nachteil: Wird weniger verbraucht, verfällt der Strom. Wird mehr Strom benötigt, drohen Nachzahlungen.
  • Vorsicht bei VorauskasseWer das Geld im Voraus zahlt, verliert den Betrag möglicherweise bei einer Insolvenz des Anbieters.

 

Stromanbieter wechseln: Papierkram übernimmt der neue Anbieter

Ist die Entscheidung für einen neuen Anbieter gefallen, übernimmt dieser in der Regel den anfallenden Papierkram wie die Kündigung des alten Vertrags, natürlich unter Einhaltung der Kündigungsfrist.

Weitere Informationen:
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