Strom sparen im Haushalt: Tipps

Ökostrom: Fehlende Standards verwirren Verbraucher

Verwirrung bei den deutschen Stromkunden: Laut einer repräsentativen Studie des Immobilienportals Immowelt.de denken 15 Prozent der Deutschen, dass sie grünen Strom beziehen. Tatsächlich haben aber nur etwa fünf Prozent der deutschen Haushalte einen Ökostrom-Vertrag.

von Frank Kemter
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Fehlende Standards auf dem Ökostrom-Markt verwirren Stromkunden. Foto: Fotolia

(bauen.de) - Das Fehlen verbindlicher Standards auf dem Ökostrom-Markt lässt die Stromkunden verwirrt zurück. In einer repräsentativen Umfrage des Immobilienportals Immowelt.de haben 15 Prozent der Befragten angegeben, bereits umweltfreundlichen Strom zu beziehen. Allerdings haben laut Angaben der Strombetreiber erst fünf Prozent der deutschen Haushalte einen Ökostrom-Vertrag abgeschlossen (Quelle: Umfrage von Energie & Management, 2009).

Kaum Durchblick im Anbieterdschungel

Die Gründe für den großen Unterschied zwischen tatsächlichen Ökostrom-Kunden und solchen, die sich dafür halten, liegen vor allem im fast undurchschaubaren Anbieterdschungel. Da die Bezeichnung Ökostrom nicht gesetzlich geschützt ist, werben einige kleinere und größere Versorger mit teils irreführenden Bezeichnungen.

Verschiebegeschäft durch Zertifikatekauf

Für Verwirrung sorgen auch Meldungen von Stadtwerken, dass gesamte Ortsnetze auf Ökostrom umgestellt würden. Hier versteckt sich hinter den Versprechungen häufig nur ein Verschiebegeschäft mit sogenannten Zertifikaten. Hierdurch ist es möglich, konventionell erzeugten Strom zu Ökostrom umzuetikettieren, indem Zertifikate von ausländischen Wasserkraftwerken gekauft werden - völlig legal, aber ohne Auswirkungen auf den deutschen Strom-Mix.

Für die repräsentative Immowelt-Studie "Wohnen und Leben 2010" wurden vom Marktforschungsinstitut Innofact im Januar 2010 1.029 Personen befragt.

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