Erdwärmepumpen - Kosten und Funktionsweise

Erdwärmekollektoren - wartungsarm ökologisch heizen

Für die Installation von Erdwärmekollektoren ist eine verhältnismäßig große Fläche erforderlich. Die Kollektoren werden im Garten verlegt und fördern die Erdwärme zur im Haus befindlichen Wärmepumpe.

von Tobias Müller
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Steht genügend Platz zur Verfügung, kann Erdwärme über horizontal verlegte Erdwärmekollektoren gewonnen werden. Foto: Waterkotte
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Die richtige Planung kann enorme wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Foto: Quelle Bausparkasse

Installation & Funktionsweise

Im Gegensatz zu den Erdwärmekollektoren verbraucht die angeschlossene Wärmepumpe nur sehr wenig Platz. Die Kollektoren hingegen benötigen, je nach gewünschter Wärmeleistung, für ein Einfamilienhaus etwa eine Grundfläche von 200 bis 250 Quadratmetern. Dabei werden diese waagerecht in einer Tiefe von bis zu 1,5 Metern verlegt. Diese Fläche darf keinesfalls stark bepflanzt oder überbaut werden, da der Boden Wärme durch Sonneneinstrahlung und Regenwassereinfall aufnehmen muss. Durch die Erdwärmekollektoren fließt eine spezielle Kühlflüssigkeit, die dem Erdboden Wärme entzieht. Anschließend wird das Kältemittel mit einem Kompressors verdichtet: Der Druck steigt an und damit auch die Temperatur. Die entstandene Wärmeenergie wird dann an das Heizsystem abgegeben.

Erdwärmekollektoren: wirtschaftlich & umweltfreundlich

Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus (Neubau, 150 Quadratmeter, 15.000 kWh/a) fallen laut Bundesverband Wärmepumpe (BWP) für die Installation der Erdwärmekollektoren Kosten in Höhe von etwa 3.000 Euro an. Hinzu kommen etwa 8.000 Euro für die Wärmepumpe (ohne Verteilersystem: Heizkreise, Heizkörper). Die jährlichen Stromkosten belaufen sich auf rund 450 Euro - da die Wärmepumpe Strom benötigt. Erdwärmekollektoren und Wärmepumpe sind zudem sehr wartungsarm. Kosten für Schornsteinfeger und Emissionswertprüfung fallen nicht an.

Vorbereiten & durchführen

Anders als bei einer Erdwärmesonde ist für Erdwärmekollektoren keine baurechtliche Genehmigung erforderlich, da nicht tief gebohrt werden muss. Im Vorfeld sollten aber Untersuchungen zur Bodenbeschaffenheit gemacht werden, da sich nicht jeder Untergrund für eine geothermische Nutzung eignet. Soll die Wärmepumpe auch für die Kühlung oder die Beheizung eines Swimmingpools verwendet werden, ist auch das bei der Planung zu berücksichtigen. Speziell geschulte Handwerker sind hier eine gute Anlaufstelle. Geprüfte Spezialisten können anhand des europäischen Zertifikats (EU certified Heat Pump Installer) erkannt werden.

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