Heizen mit Holzpellets - Pelletheizung und Pelletofen

Umweltfreundlich Heizen mit einer Pellet-Solar-Kombination

Eine Pellet-Solar-Kombination mit Pufferspeicher ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch richtig sparsam. Selbst im Winter müssen Hausbesitzer nicht auf Warmwasser für den Haushalt verzichten: Die Pelletheizung schließt die solare Deckungslücke.

von Barbara Zinecker
Pellet-Solar-Kombination, Pellet Einzelöfen
Die Pellet-Solar-Kombination ist sowohl mit wasserführenden Einzelöfen als auch mit Zentralheizungskesseln möglich. Moderne Pelletkaminöfen machen auch im Wohnzimmer eine gute Figur. Foto: Rika
Pellet-Solar-Kombination, Pufferspeicher
Sobald die Solaranlage nicht mehr ausreichend Wärme erzeugt, springt die Pelletanlage im Keller ein. Zentrales Element der Pellet-Solar-Kombination ist der Pufferspeicher. Foto: www.wagner-solar.com

Kombinieren Hausbesitzer Solarthermie mit einer Pelletheizung, erhalten sie ganzjährig warmes Wasser - ob für das im Haushalt verwendete Brauchwasser oder auch für die Heizung. Durch einen Pufferspeicher geht die auf diesem Weg gewonnene Energie nicht verloren: Sie kann dann abgerufen werden, wenn sie tatsächlich benötigt wird.

Effizient zu jeder Jahreszeit

Wie funktioniert die Rechnung Sonne plus Holz? Sowohl Einzelöfen mit Wassertasche als auch Zentralheizungskessel können mit einer Solaranlage kombiniert werden. Schon wenige Quadratmeter Kollektorfläche reichen aus, um den Warmwasserbedarf in einem Einfamilienhaus von März bis Oktober zu decken. Der Pelletofen ist in der Sommerzeit ausschließlich Energiereserve: Wenn der Himmel längerfristig bedeckt ist, schaltet er sich durch eine witterungsgeführte Systemsteuerung automatisch ein. In den Wintermonaten, wenn die Sonnenstrahlung sehr gering ist, wird der Ofen dauerhaft in Betrieb genommen. Die witterungsgeführte Regelung und ein Pufferspeicher arbeiten als Schnittstelle für die Pellet-Solar-Kombination. So wird zu jeder Jahreszeit genügend Brauch- und Heizungswasser produziert. 

Pufferspeicher verhindert Energieverlust

Am effizientesten arbeitet die Pellet-Solar-Kombination, wenn die Leistung der Anlage dem tatsächlichen Verbrauch im Haus entspricht. Doch das ist selten der Fall, da Hausbesitzer nicht riskieren wollen, im Winter möglicherweise zu frieren. So sind die Kessel und Öfen oftmals leistungsstärker, als tatsächlich benötigt. Zudem fällt die Wärmeerzeugung bei Solaranlagen nicht immer mit dem tatsächlichen Wärmebedarf zusammen. Ein Pufferspeicher wirkt sowohl energetischer Über- als auch Unterversorgung entgegen. Der Wärmespeicher heizt in Zeiten mit Wärmeüberangebot auf und gibt diese bei Wärmemangel wieder ab. Damit kann das durch Solarthermie erhitzte Wasser auch nach Sonnenuntergang zum Beispiel zum Duschen verwendet werden. Im Pufferspeicher wird rund um die Uhr die Temperatur gemessen. Durch die Möglichkeit, Wärme zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt zu verwenden, kann der Pelletofen schonend über einen längeren Zeitraum mit optimaler Leistung laufen und auch für einige Zeit stillstehen. 

Vorteile der Pellet-Solar-Kombination

Die Pellet-Solar-Kombination ermöglicht Verbrauchern eine gewisse Unabhängigkeit von den schwankenden Weltmarktpreisen der fossilen Energieträger Öl und Gas. Die Preise der heimischen Energiequelle Pellet sind jedoch nicht nur stabil, sondern zudem noch recht günstig: Laut Deutschem Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) lag der Durchschnittspreis für Pellets im August rund 40 Prozent unter dem Preis für Heizöl. Die Kombination von Sonnenenergie und Holz ist zudem sehr umweltfreundlich: Im Gegensatz zu endlichen fossilen Brennstoffen erneuern sich Biomasse und Sonnenenergie immer wieder.

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