Was sind eigentlich Holzpellets?
Heizen mit Holzpellets (5 Artikel):
Die kuschlig-warme Wohnstube ist bei vielen Hausbesitzern teuer erkauft: Unaufhaltsam klettern die Ölpreise - zwischenzeitlich kostete das Barrel Rohöl mehr als 140 Dollar. Ein Grund dafür, dass mittlerweile etwa 100.000 Haushalte deutschlandweit mit Holzpellets heizen. Die kleinen Sägespan-Presslinge waren zwischenzeitlich rund 60 Prozent günstiger als Heizöl.
Holzpellets bestehen aus unbehandeltem Restholz wie Sägemehl oder Hobelspänen und werden unter hohem Druck ohne chemische Bindemittel in Zylinderform gepresst. Ein Pellet ist zwei bis fünf Zentimeter lang und hat einen Durchmesser von etwa einem halben Zentimeter. Der Heizwert der Holzstäbchen liegt bei rund 5 kWh/kg. Damit steckt in einem Kilogramm Pellets ungefähr so viel Energie wie in einem halben Liter Heizöl. Auf dem Markt hat sich das DIN-plus-Zertifikat als Qualitätssiegel durchgesetzt. Aufgrund ihrer Kompaktheit und hohen Energiedichte benötigen die kleinen Wärmespender weniger Lagerraum als beispielsweise Holzscheite, um die gleiche Heizleistung zu erzeugen. Zudem ist die Lagerung im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen unbedenklich.
Pelletheizung: komfortabel und schadstoffarm
Vom Heizen mit Holzpellets profitieren Verbraucher und Umwelt gleichermaßen. Als nachwachsender Energieträger gehören Pellets zu den erneuerbaren Energien und werden mit einem Mehrwertsteuersatz von nur sieben Prozent belegt. Im Vergleich zu Energieträgern wie Öl und Gas sind die Schadstoffemissionen gering. Bei der Betrachtung der CO2-Bilanz gelten Pellets als annähernd CO2-neutral und leisten somit einen wertvollen Beitrag zum Schutz des Klimas. Moderne Pelletheizungen stehen Öl- und Gasheizungen auch in puncto Komfort nicht nach: Die Zündung erfolgt elektrisch, während eine digital-elektronische Überwachung das optimale Verhältnis von Verbrennungsluft und Pelletmenge steuert. So wird ein hoher Wirkungsgrad von über 90 Prozent erreicht. Alternativ zur automatischen Pelletheizung gibt es für das Wohnzimmer Einzelöfen mit sichtbarer Flamme, die manuell bestückt werden können und komfortabler als Scheitholz-Kamine sind. Mit nur fünf Gramm Asche pro Kilo verbrennen Pellets fast rückstandsfrei.
Aufgrund ihrer Energieeffizienz und Schadstoffarmut erhalten immer mehr Pelletöfen das Umweltsiegel Blauer Engel. Der Bund subventioniert den Einbau von Pelletkesseln, um die Verbreitung der Anlagen zu fördern.
- Weitere Informationen:
- DEPI - Deutsches Pelletinstitut

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