Photovoltaik - Funktion, Kosten, Hersteller
Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Arten von Solarzellen zum Einsatz. bauen.de erläutert die Unterschiede.
von Frank KemterSolarzellen zur Stromerzeugung haben seit Einführung des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) vor einigen Jahren zu einer massiven Zunahme der Energieerzeugung mit Sonnenlicht geführt. Besser noch: Durch die Massenproduktion von Solarzellen kam es zu einem deutlichen Preisrutsch. Und schon in wenigen Jahren, so rechnen Experten vor, wird es für Eigenheim-Besitzer günstiger sein, eigenen Solarstrom zu verbrauchen als Strom zuzukaufen. Allerdings gibt es unterschiedliche Arten von Solarzellen. bauen.de klärt, für wen welche Module optimal geeignet sind.
Kristalline Siliziumsolarzellen gibt es bereits seit über 50 Jahren. Daher gilt die Technik als ausgereift - denn durch Langzeiterfahrungen ist inzwischen belegt, dass die Module haltbar für Jahrzehnte sind. Auch die Hersteller geben 20-jährige Leistungsgarantien, wonach Solarzellen auch dann noch 80 bis 90 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung bringen sollen. Unterschieden wird zwischen monokristallinen und polykristallinen Solarzellen. Letztere haben einen geringfügig schlechteren Wirkungsgrad, sind aber etwas preiswerter.
Kristalline Solarzellen eignen sich ideal für kleinere Anlagen, wie sie typischerweise auf Einfamilienhäusern vorzufinden sind. Um eine Nennleistung von einem Kilowatt/Peak (kWp) zu erreichen, ist nach Angaben des Fachportals Solarfoerderung.de eine Dachfläche von etwa acht bis neun Quadratmetern notwendig. Eine typische Solaranlage mit vier bis sechs kWp passt auf die meisten Dächer und ist ausreichend, um den gesamten Strombedarf eines Vier-Personen-Haushalts zu erzeugen. Allerdings nur theoretisch, denn tagsüber im Sommer wird ein Überschuss produziert, der an den Netzbetreiber verkauft werden kann, während im Winter und nachts Strom zugekauft werden muss.
Dünnschicht-Solarzellen sind erst seit einigen Jahren auf dem Markt. Bei diesen Modulen wird das Silizium - oder auch alternatives Material - aufgedampft, die Schicht ist deshalb erheblich dünner als bei kristallinen Solarzellen. Die Dünnschicht-Technologie hat Vor- und Nachteile. Solche Module sind deutlich preiswerter als kristalline Solarzellen. Andererseits ist der Wirkungsgrad auch deutlich geringer. Dünnschicht-Module eignen sich daher vor allem für größere Anlagen, wenn viel Platz vorhanden ist und der Solarstrom wegen der für Großanlagen niedrigeren Einspeisevergütung günstig produziert werden soll. Typischerweise sind das Freilandanlagen oder auch Anlagen auf größeren Dachflächen wie etwa Industriehallen.
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