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Sonnenkraft: Lohnt sich Photovoltaik noch?

Die Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen wurde in jüngerer Zeit immer wieder gekürzt - und wird noch weiter sinken. Stellt sich die Frage: Lohnt sich Photovoltaik noch?

von Frank Kemter
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Für viele lohnt sich Photovoltaik trotz Kürzung der Solarförderung weiterhin. Foto: Simon Kraus/Fotolia

Die Erzeugung von Solarstrom ist eine Erfolgsgeschichte, allerdings eine teure. Deshalb wurde die Förderung in den vergangenen Jahren drastisch gekürzt. Dennoch: Für viele Privatleute kann sich Photovoltaik noch heute lohnen.

Fortwährende Kürzungen

Als die Einspeisevergütung für Solarstrom 2004 eingeführt wurde, betrug diese pro Kilowattstunde noch 57,4 Cent je Kilowattstunde.  Für Anlagen, die seit dem 1. April 2012 in Betrieb genommenen wurden, liegt die Einspeisevergütung jetzt unter 20 Cent, wobei diese jeden Monat um ein bis 2,8 Prozent zurückgefahren wird. Zudem muss der Netzbetreiber nicht mehr den ganzen Sonnenstrom abnehmen, sondern nur noch 80 Prozent. Die restlichen 20 Prozent muss der Hausbesitzer selbst verbrauchen oder anderweitig vermarkten. Dabei gilt: Die Vergütung wird für den zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gültigen Fördersatz 20 Jahre lang plus das Jahr der Inbetriebnahme ungekürzt gezahlt. Finanziert wird die Förderung nicht über Steuergelder, sondern durch alle Stromkunden. Ab Januar 2012 zahlt jeder Verbraucher einen Aufpreis von 3,59 Cent pro Kilowattstunde Strom. Auch für die Zukunft sieht das Erneuerbare-Energien-Gesetz regelmäßige Kürzungen vor. Diese betragen jährlich mindestens neun Prozent. Dabei gilt: Je mehr Anlagen im Vorjahr ans Netz gingen, desto höher fällt die Kürzung aus.

Lohnt sich Photovoltaik noch? Für private Hausbesitzer oft immer noch!

Mit diesen Kürzungen wird auch den stetig fallenden Preisen für Photovoltaikanlagen Rechnung getragen. Die Frage: Lohnt sich Photovoltaik noch? lässt sich trotz gesunkener Vergütung für den privaten Hausbesitzer in vielen Fällen weiterhin mit ja beantworten. Vielfach lassen sich an sonnenreichen Standorten sogar gute Renditen erzielen. Ob das nach weiteren Kürzungen in der Zukunft weiter der Fall sein wird, hängt davon ab, ob die Modulpreise weiter sinken. Dies ist zumindest in der Vergangenheit immer nach einer Senkung der Einspeisevergütung geschehen.

Die gesunkenen Sonnenstromkosten haben auch noch einen anderen Effekt: Inzwischen ist die sogenannte Netzparität erreicht. Dies bedeutet, dass der selbst erzeugte Solarstrom nicht mehr teurer ist, als der Preis, den ein Verbraucher für den Strom vom Versorger zu zahlen hat. Der beträgt aktuell - je nach Tarif und Anbieter - meist zwischen 20 und 24 Cent je Kilowattstunde. Der Selbstverbrauch wird damit lukrativ. Mit einer Einschränkung: Solange es keine günstigen Stromspeicher-Technologien gibt, kann der Eigenheimbesitzer selbst mit Anstrengungen höchsten 30 Prozent seines eigenen Sonnenstroms verbrauchen, denn nicht immer scheint die Sonne und nicht immer wird der Strom dann gebraucht, wenn er gerade produziert wird.

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