Photovoltaik - Funktion, Kosten, Hersteller

Photovoltaik: Solarzellen werden immer billiger

Photovoltaik-Anlagen wurden in den letzten Jahren immer preiswerter. Dank eines aktuellen Preisrückgangs rechnen sich private Solaranlagen dank üppiger Förderungen jetzt besonders.

von Frank Kemter
Bundesverband-Solarwirtschaft
Solarstrom-Erzeugung wird immer preiswerter. Grafik: Bundesverband-Solarwirtschaft

(bauen.de) - Musste man vor drei Jahren noch rund 5.000 Euro pro installiertem Kilowatt für eine fertig montierte Solaranlage investieren, so sind aktuell durchschnittlich nur noch knapp 4.000 Euro hierfür zu zahlen. Dies berichtet der Bundesverband Solarwirtschaft. Ein Grund für den Preisrückgang ist der Umstand, dass die großen Hersteller von Solarmodulen in der jüngeren Vergangenheit ihre Produktionskapazitäten erheblich ausgebaut haben.

Die günstigen Preise haben zur Folge, dass sich Photovoltaikanlagen für Hausbesitzer auch finanziell lohnen. Denn dank des Erneuerbare Energien-Gesetzes sind die Stromnetzbetreiber verpflichtet, Solarstrom zu einem recht hohen Preis abzukaufen. Für Anlagen, die 2009 in Betrieb gehen, bekommt der Solaranlagenbesitzer 20 Jahre lang 43,01 Cent pro erzeugter Kilowattstunde Strom – also etwa doppelt so viel, wie er selbst für konventionellen Strom zahlen muss. Wer den selbst erzeugten Solarstrom auch selbst nutzen will, bekommt pro erzeugtem Kilowatt 25,01 Cent gutgeschrieben.

Ein Beispiel: Für 20.000 Euro erhält man bei den aktuell günstigen Preisen eine Solaranlage mit einer Leistung von etwas mehr als fünf Kilowatt/Peak (standardisierte Spitzenleistung). An sonnenreichen Standorten in Deutschland kann eine solche Solaranlage rund 5.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Hierfür gibt es jährlich rund 2.150 Euro Einspeisevergütung. Das bedeutet: Innerhalb des 20-jährigen Förderzeitraums spielt die Anlage mehr als das doppelte ihrer Gestehungskosten ein. Wer seine Solaranlage überwiegend mit einem Darlehen finanziert, kann auch so rechnen: Ist die Rendite der Solaranlage höher als die Zins- und Tilgungszahlungen an die Bank, fällt von Anfang an ein Überschuss an. Die Sonne ist dann nicht nur gut fürs Umweltgewissen, sondern auch für die Haushaltskasse.

Übrigens: Die Hersteller von Solarzellen garantieren, dass diese nach 20 Jahren immer noch mindestens 80 bis 90 Prozent ihrer ursprünglichen Leistungsfähigkeit haben. Erfunden wurden fotovoltaische Solarzellen schon vor mehr als 50 Jahren – es gibt also auch Langzeiterfahrungen, wonach diese Technik langlebig und ausgereift ist. Nach Ablauf des 20-jährigen Förderzeitraums ist eine Solaranlage deshalb nicht nutzlos. Es gibt zwar keine hohe Einspeisevergütung mehr, der Hausbesitzer kann aber seinen kostenlos produzierten Solarstrom noch längere Zeit selber nutzen.

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