Photovoltaik - Funktion, Kosten, Hersteller
Die Kraft der Sonne lässt sich auch zum Kochen, Grillen und Backen nutzen: Solarkocher sind einfach aufgebaut und eignen sich im Sommer als Alternative zum Holzkohlegrill.
von Frank Kemter(bauen.de) - Wer sich unabhängig von Holzkohle für die sommerliche Grillfeier im Garten machen möchte, sollte die Anschaffung eines Solarkochers in Erwägung ziehen. Diese Geräte wurden ursprünglich für die Länder der dritten Welt entwickelt, damit die Menschen nicht mehr auf das Sammeln des knappen Gutes Holzes zum Kochen angewiesen sind. Doch Solaröfen kann man auch hierzulande erwerben. Und sie funktionieren - zumindest bei Sonnenschein - auch in unserer gemäßigten Klimazone.
Das Prinzip ist simpel aber effizient: Ein aus glänzendem Material bestehender Parabolspiegel konzentriert die Sonnenstrahlen mittig auf den Brennpunkt. Hier steht ein Topf oder eine Pfanne - idealerweise mattschwarz lackiert. Die Sonnenstrahlen werden als Wärme absorbiert und nach einiger Zeit beginnt das Gargut zu kochen, beziehungsweise zu braten. Der Solarkocher funktioniert, solange die Sonne scheint, muss aber während des Garens immer wieder zur Sonne hin ausgerichtet werden, um eine optimale Energieausbeute zu gewährleisten. Hierzulande kosten solche Parabol-Solarkocher rund 300 Euro.
Eine zweite Variante ist die solare Kochkiste. Ihr Vorteil: Sie benötigt weniger Platz. In der edleren Ausführung ist dies eine isolierte, innen schwarz lackierte Holzkiste und einer Abdeckung aus Isolierglas. Der äußere Deckel ist aufgeklappt ein Spiegel, der Sonnenstrahlen ins innere der Kiste spiegelt und den Kochkisten-Inhalt erhitzt. Einfache Ausführungen können geübte Heimwerker auch selbst herstellen, eine Bauanleitung hat beispielsweise der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Württemberg ins Netz gestellt.
Übrigens: Die mit rund fünf Euro extrem preiswerte Pappkarton-Solarkiste des kenianischen Herstellers Kyoto-Box erhielt unlängst den mit 75.000 Dollar dotierten "Forum for the Future"-Preis.
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