Photovoltaik - Funktion, Kosten, Hersteller

Solaranlagen richtig platzieren

In Zeiten steigender Energiepreise überlegt so mancher Hausbesitzer, auf Sonnenenergie zu setzen. Die Optik des Eigenheims soll darunter aber nicht leiden. Eine unauffällige Installation ist schwierig, es gibt jedoch Lösungen für ein dezentes Anbringen von Solarmodulen.

von Michael Gneuss
Solaranlage, Solarzelle, Solarenergie
Solarzellen und Fenster können sich optisch ergänzen. Foto: Velux/Immowelt.de

(bauen.de) - Grundsätzlich ist es hilfreich, mit den Solarzellen und Kollektoren Formen und Formate von Fenstern oder Flächen aufzugreifen, um sie so optisch etwas unauffälliger erscheinen zu lassen. Auch die Integration in abgesetzte Bauteile - zum Beispiel Gauben - ist eine Option für ein harmonisches Zusammenspiel. Am üblichsten ist die Platzierung der Solaranlagen auf dem Dach, wobei natürlich die größtmögliche Effizienz bei einer Ausrichtung nach Süden gegeben ist. Doch auch eine Südost- und Südwestausrichtung ist nur mit geringen Einbußen verbunden.

Varianten für jedes Dach

Je nach Proportion des Daches eignen sich am besten Module im First- oder Traufenbereich. Auch ungewöhnliche Dachformen wie beispielsweise Tonnendächer können als Sammelstelle für Sonnenstrahlen genutzt werden. Für sie hält der Handel dünne, flexible Photovoltaikmodule bereit. Und sogar das Dach des Wintergartens muss nicht ausgespart werden. Hier sorgen die Module im Sommer für Schatten, während die tief stehende Wintersonne weiterhin in die Räume dringen kann.

Sonniges Plätzchen an der Fassade

Nicht nur auf Dächern, auch an Außenwänden können Solaranlagen ihr Plätzchen finden. Allerdings wird hier schnell der schlechte Einstrahlungswinkel der Sonne zum Problem. So schmälert der Neigungswinkel von 90 Grad die Solarernte um rund ein Fünftel gegenüber dem optimalen 30-Grad-Winkel für fertig montierte Dachmodule. Entsprechend größer und auffälliger ist die benötige Fläche.

Recht gut geeignet sind Balkonbrüstungen auf der Sonnenseite. Auch können Solarmodule, optisch wie eine Markise der Fassade vorgelagert, zusätzlich als Sonnenschutzsystem ihre Verwendung finden. Allerdings sollte bei fassadenintegrierten Kollektoren die Verschattung durch Dachvorsprünge, Nebengebäude oder auch die Bepflanzung vor dem Gebäude berücksichtigt werden, denn daraus können erheblichen Beeinträchtigungen des Sonnenertrags resultieren.

Rechtlich alles im grünen Bereich

Wie auch immer die Lösung ausfallen mag - rechtliche Probleme sind jedenfalls nicht zu erwarten. Eigenheimbesitzern ist die Montage von Solaranlagen auf oder am Haus jederzeit gestattet, solange keine Denkmalschutzauflagen dagegen sprechen.

12 von 17 News
 

© Immowelt AG 2011   ® www.bauen.de Wissen rund ums Bauen!

Feedback abgeben