Photovoltaik - Funktion, Kosten, Hersteller

Photovoltaik-Förderung und Grunderwerbsteuer: Das ändert sich 2011

Das Jahr 2011 bringt für Immobilienbesitzer und Häuslebauer einige Neuerungen mit sich. Beispielsweise wird die Photovoltaik-Förderung gekürzt, die Strompreise werden teurer und in vier Bundesländern steigt die Grunderwerbsteuer.

von Katrin Hausmann
Photovoltaik-Förderung, Solaranlage
Neben der Kürzung der Photovoltaik-Förderung stehen für Bauherren und Immobilienbesitzer im Jahr 2011 weitere Änderungen an. Bild: www.dach.de/Immowelt.de

(bauen.de) - Das neue Jahr bringt für Bauherren und Immobilienbesitzer einige neue Regelungen mit sich. Alle Änderungen für 2011 im Detail:

Photovoltaik-Förderung wird gekürzt

Die Förderung für Photovoltaik-Anlagen sinkt zum 1. Januar 2011. Immobilieneigentümer, die ab diesem Zeitpunkt eine neue Solaranlage auf dem Dach in Betrieb nehmen, erhalten nur noch eine Einspeisevergütung von 28,74 Cent je Kilowattstunde Strom. Hausbesitzer können auf diese Photovoltaik-Förderung 20 Jahre lang plus das Jahr der Inbetriebnahme bauen. Wer seine Anlage noch bis zum 31. Dezember 2010 installiert hatte, kann 20 Jahre lang mit 33,03 Cent rechnen.

Immobilienkauf: Höhere Grunderwerbsteuer

Wichtig für den Immobilien- und Grundstückskauf: Die Grunderwerbsteuer steigt zum 1. Januar 2011 in einigen Bundesländern. Das Saarland verlangt beispielsweise künftig vier Prozent anstelle der bislang einheitlich geltenden 3,5 Prozent. Bremen und Niedersachen erheben 4,5 Prozent, in Brandenburg sind es fünf Prozent.

Dachböden: Dämmung der Geschossdecken

Hausbesitzer müssen 2011 außerdem in vielen Fällen noch mal bei der Dämmung ran: Entspricht ihr Gebäude gewissen Mindestanforderungen nicht, muss die oberste Geschossdecke des Dach- oder Spitzbodens nachträglich gedämmt werden. In der Energieeinsparverordnung (EnEV) stehen die detaillierten Anforderungen und Ausnahmen.

Teurere Strompreise

Aufgrund des enormen Zubaus an Photovoltaik-Anlagen wird im kommenden Jahr die Umlage für Erneuerbare Energien (EEG) auf den Strompreis erhöht. Sie steigt von 2,05 auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Die Konsequenz: Die meisten Anbieter erhöhen ihre Strompreise.

Kein Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger

Nach knapp zwei Jahren wird der Heizkostenzuschuss zum 01. Januar 2011 schon wieder gestrichen. Die Stütze für Wohngeldempfänger wurde im Rahmen des Sparpakets von der Regierung abgesetzt.

Steuerlich absetzbar: Arbeitszimmer

Wer von zu Hause arbeitet, kann sein Homeoffice wieder steuerlich geltend machen. Das entschied das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2010. Für noch nicht abgeschlossene Steuerfälle haben Erwerbstätige die Möglichkeit, ihr Arbeitszimmer sogar rückwirkend bis 2007 abzusetzen.

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