Kubische Solarspeicher für den Keller

Große Pufferspeicher ermöglichen es, Häuser mit einem hohen Anteil an Sonnenenergie zu beheizen. Besonders platzsparend sind kubische Solarspeicher.
Frank Kemter
Solarkollektor, Solaranlage, Solarspeicher
Die Sonnenwärme vom Solarkollektor muss gespeichert werden. Besonders platzsparend sind kubische Speicher. Foto: Fotolia

Richtig große Pufferspeicher, die einen hohen solaren Deckungsgrad der Gebäudebeheizung ermöglichen, sind oft hoch und zylinderförmig. In so genannten Sonnenhäusern, die überwiegend solar beheizt werden, erstrecken sich solche gebäudeintegrierte Speicher deshalb über mehrere Stockwerke – manchmal sogar vom Keller bis unters Dach. Für viele ist das architektonisch nicht gewünscht – der Speicher soll keine Wohnfläche kosten. Mit solchen Speichern lässt sich auch kaum ein Altbau zum Sonnenhaus mit hohem solaren Deckungsanteil umrüsten, denn es ist oft gar nicht möglich, ihn unterzubringen. Die Lösung sind dann kubische - also rechteckige - Speicher, die entweder im Keller untergebracht, vor oder unter dem Haus vergraben werden. Hier gibt es inzwischen eine Vielzahl von Lösungen.

Kellergeschweißter Speicher

Platzgeschweißte Speicher sind eine praktikable Lösung, wenn ein großer Speicher im Altbaukeller untergebracht werden soll. Denn am Stück geliefert, würde er niemals durch die enge Kellertreppe passen. Der Speicher wird dann direkt vor Ort im Keller aus Einzelteilen zusammengeschweißt und anschließend gedämmt.

Erdspeicher

Für Alt- und Neubau gleichermaßen geeignet sind Erdspeicher, die in der Regel aus glasfaserverstärktem Kunststoff gebaut und mit einer dicken PU-Schaum-Dämmung versehen sind. Ein bayerischer Anbieter, der für die Entwicklung eines solchen Speichers sogar den Bayerischen Staatspreis für Innovation verliehen bekam, bietet diese in Größen zwischen zehn und 52 Kubikmetern an. Die Speicher werden zum Beispiel unter oder neben dem Haus oder auch unter der Garage vergraben und nehmen so keinen Platz im Haus weg.

Speichersysteme in Modulbauweise

Ebenfalls am Markt sind Speichersysteme in Modulbauweise, die in Einzelteilen geliefert und im Keller zusammengebaut werden. Im Gegensatz zu platzgeschweißten Speichern bestehen sie aber nicht überwiegend aus Metall, sondern aus einem Skelett mit Kunststoff-Innenauskleidung. Solche Speicher sind in verschiedenen Größen erhältlich.

Speicherkaskade

Bei einer Speicherkaskade handelt es sich um die Verschaltung mehrerer kleinerer Speicher. In der Regel kosten aber mehrere kleine Speicher mehr als ein größerer gleichen Volumens und es wird mehr Platz benötigt. Zudem sind längere Leitungswege nötig, und ein jeweils kleines Speichervolumen trifft auf eine vergleichsweise große Oberfläche. Deshalb ist auch die Effizienz von Speicherkaskaden nicht ganz so gut, wie die eines einzelnen großen Speichers. Speicherkaskaden bieten sich allerdings dann an, wenn eine vorhandene Installation erweitert werden soll.

verfasst am: 27.07.2012
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