Solarthermie - mit Solaranlagen heizen und Warmwasser erzeugen
Kleine Solaranlagen sorgen für Warmwasser außerhalb der Heizperiode. Üppig dimensionierte Anlagen sind zwar teurer, unterstützen im Winter aber auch die Heizung.
von Frank Kemter(bauen.de) - Im Neubau sind Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung bereits fast Standard. Und angesichts der hohen Energiepreise denken auch viele Hausbesitzer darüber nach, eine Solaranlage nachzurüsten. Bereits eine kleine Anlage mit einer Kollektorfläche von vier bis sechs Quadratmetern reicht aus, um außerhalb der Heizsaison den Warmwasserbedarf einer vierköpfigen Familie komplett zu decken. Im Winter ist so eine Anlage allerdings zu klein, um in nennenswertem Umfang Warmwasser zu produzieren. Übers Jahr gerechnet trägt die Sonne aber zur Erwärmung von 60 Prozent des Warmwassers bei, berichtet der Solarhersteller Weishaupt. Bauherren und Hauseigentümer müssen hier mit Kosten in Höhe von ungefähr 5.000 Euro rechnen.
Ein noch höheres Einsparpotenzial bieten größere Anlagen mit Kollektorflächen ab etwa zehn Quadratmetern. Denn diese erwärmen nicht nur das Brauchwasser sondern unterstützen zusätzlich auch die Heizanlage, zumindest in der Übergangszeit, in der schon zugeheizt werden muss. Laut Hersteller Weishaupt reicht diese Kollektorfläche, um rund zehn bis 30 Prozent der benötigten Heizwärme zu erzeugen. Denn es bedarf keiner hohen Außentemperatur, damit die Solaranlage Wärme produziert, sie gewinnt diese aus den Sonnenstrahlen. So kann ein Solarkollektor an einem kühlen aber sonnigen Novembertag nennenswert Wärmwasser liefern. Allerdings können die Investitionskosten einer solchen großen Anlage bei 10.000 Euro liegen.
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