Erst einbauen, dann Förderung beantragen
Wärmepumpen (14 Artikel):
Wärmepumpen gelten als umweltfreundliche und zukunftsfähige Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen in Neu- und Altbauten. Bauherren können langfristig Geld sparen, müssen jedoch zunächst in die neue Technik investieren. Um den Umstieg auf erneuerbare Energien zu erleichtern, gibt es in Deutschland zahlreiche Fördermöglichkeiten: Bund, Länder, Gemeinden und Energieversorger bieten Förderungen für Wärmepumpen an.
Die Bundesregierung etwa hat das "Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien" ins Leben gerufen, um regenerative Energien zu fördern und deren Anteil am Energiemix auszubauen. Die Höhe der individuellen Förderung richtet sich nach Größe und Art des Gebäudes (Neubau oder Bestandsbau) sowie der Wärmequelle; so werden Luft/Wasser-, Sole/Wasser oder Was¬ser/Wasser-Wärmepumpen unterschiedlich bezuschusst. Für Kombinationen zwischen Wärme¬pumpen und Solaranlagen gewährt der Bund einen zusätzlichen Bonus. Über die KfW (Kredit¬anstalt für Wiederaufbau) sind darüber hinaus auch zinsverbilligte Darlehen erhältlich.
Bundesfördermittel: Erst einbauen, dann Förderung beantragen
Die 5.500 Förderprogramme, die es insgesamt in Deutschland gibt, sind in aller Regel vor der jeweiligen Investition zu beantragen. Doch beim Marktanreizprogramm des Bundes läuft es exakt umgekehrt. Hier gilt für Privatpersonen: Erst die Wärmepumpe einbauen und dann den Antrag stellen. Maximal sechs Monate nach Inbetriebnahme der Wärmepumpe ist der Förderantrag dann beim Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu stellen. Der Bund knüpft Bedingungen an seine Förderung: Die Heizkurve der Heizanlage muss dem tatsächlichen Energiebedarf angepasst werden. Außerdem müssen Strom- und Wärmemengenzähler eingebaut werden, und die Wärmepumpe muss eine gewisse Jahresarbeitszahl erreichen. Sind diese Vorraussetzungen erfüllt, ist die Anlage förderfähig. Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen: ein Förderantragsformular der BAFA, die Fachunternehmererklärung (auch auf einem vorgeschriebenen Formular), die Rechnung des Fachhandwerkers in Kopie sowie ein Nachweis der Wohn- und Nutzfläche.
Förderdatenbank
Die Initiative WÄRME+ bietet auf ihrer Internetseite eine Förderdatenbank an, die Bauherren und Modernisierern hilft sich im aktuellen Dschungel von Fördertöpfen zurechtfinden. Die Datenbank gibt - nach Postleitzahlen abrufbar - einen Überblick über die aktuellen Förderungen der Städte, Landkreise, Gemeinden, Energieversorger, Bundesländer und des Bundes. Über die Online-Recherche per Fragebogen erhalten Interessierte direkt Informationen über alle Förderprogramme, die für ihr Bauvorhaben in Frage kommen - ob Neubau, Sanierung oder Modernisierung.
Außerdem sammelt die Initiative WÄRME+ Informationen rund um das Thema Haustechnik und bereitet sie für Endkunden und Architekten, Planer und Installateure verständlich auf. Die Informationen sind auch als Podcast abrufbar.
Beispielrechnung: Neubau mit Erdwärmepumpe in Kombination mit Solar
Bei einem Neubau von 150 Quadratmetern Größe ergibt sich bei einem Förderungssatz von 20 Euro je Quadratmeter ein Betrag von 3.000 Euro Förderung für die Erdwärmepumpe. Zusätzlich zur Erdwärmepumpe fördert jedoch das Marktanreizprogramm auch noch die Kombination mit Solaranlagen. Jede Solaranlage wird in einer Höhe bis zu 450 Euro gefördert. Falls eine Solaranlage vorhanden ist, gibt es außerdem einen Kombinationsbonus von 750 Euro. Hocheffiziente Heizungsumwälzpumpen werden mit weiteren 200 Euro, Solarumwälzpumpen mit weiteren 50 Euro gefördert.
Insgesamt ergibt sich also in diesem Fall eine Förderungssumme in Höhe von 4.550 Euro.
- Weitere Informationen:
- Initiative WÄRME+
Förderungen & Zuschüsse
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