Barrierefrei wohnen: Barrierefreiheit in Haus und Garten

Immobilie seniorengerecht umbauen

Barrierefrei wohnen: Die meisten Menschen wollen auch im hohen Alter in den eigenen vier Wänden leben. Die eigene Immobilie seniorengerecht umzubauen macht dies oft erst möglich.

von Frank Kemter
Badewanne, seniorengerecht umbauen
Seniorengerecht umbauen: Eine Badewanne mit Seitentür sorgt für mehr Mobilität. Foto: Saniku/Immowelt.de

Die meisten Menschen möchten im eigenen Zuhause unbeschwert alt werden. Jedoch sieht die Realität oft anders aus: Laut einer Studie des Kuratoriums Deutsche Altershilfe befinden sich in 83 Prozent der deutschen Seniorenhaushalte Barrieren. Das bedeutet: Nur wenige Wohnungen oder Häuser entsprechen den Bedürfnissen älterer oder gesundheitlich eingeschränkter Menschen. Für viele ist der Alltag in den eigenen vier Wänden beschwerlich.

Wohnung seniorengerecht umbauen

Immobilieneigentümer, die ihre vier Wände seniorengerecht umbauen, haben im Alter oft die Möglichkeit, weiter dort zu leben. Besonders wichtig ist es dabei, Barrieren und Stolperfallen zu reduzieren: Stufen und Türschwellen sollten beseitigt und durch Rampen, Treppenlifte oder Liftanlagen ersetzt werden. Auch der Einbau besonders breiter Türen bringt Erleichterung: Bei einer Breite von mindestens 80 Zentimetern sind Senioren gegebenenfalls auch mit dem Rollstuhl in der Wohnung mobil.

Badezimmer umbauen

Um Stürze im Bad zu vermeiden, sollte die Dusche schwellen- und türlos geplant werden und auch ausreichend groß sein. Dann kann sie auch mit einem Rollstuhl befahren werden. Seniorengerecht umbauen bedeutet dabei auch Haltegriffe an den Seiten anzubringen sowie einen rutschfesten Untergrund zu schaffen. Wer lieber badet, kann eine Badewanne mit Seitentür einbauen. Hier gibt es auch Modelle mit integrierten höhenverstellbaren Sitzen sowie Dusch-/Wannenkombinationen. Bei der Installation des Waschbeckens ist darauf zu achten, dass genug Platz bleibt, um es mit dem Rollstuhl unterfahren zu können.

Seniorengerecht umbauen: Förderungen

Wer seniorengerecht umbauen möchte, muss eine Menge Geld investieren. Um die finanziellen Belastungen zu reduzieren, unterstützt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Maßnahmen wie den barrierefreien Umbau des Badezimmers oder das Entfernen von Schwellen in der Wohnung. Im Rahmen des KfW-Programms "Altersgerecht Umbauen" werden zinsgünstige Darlehen von bis zu 50.000 Euro oder Zuschüsse bis maximal 2.500 Euro pro Wohneinheit vergeben. Anträge für die Kreditvariante sind vor Umbaubeginn bei der Hausbank zu stellen. Die Zuschussvariante ist direkt bei der KfW zu beantragen. Sanierer sollten dabei allerdings nicht zu lange zögern: Laut Kabinettsbeschluss wird es im Jahr 2012 keine Mittel mehr für das Programm geben. Eine endgültige Entscheidung darüber ist jedoch erst Ende 2011 zu erwarten. Als Alternative zu KfW-Darlehen vergeben einige Bundesländer über ihre Förderinstitute günstige Kredite. Wer bereits pflegebedürftig ist, kann für barrierefreies Umbauen einen Zuschuss von der Pflegekasse erhalten.

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