Barrierefrei wohnen: Barrierefreiheit in Haus und Garten

Aktuelle Bau- und Wohntrends

Energiesparend, barrierefrei und ökologisch bauen sind die Trends der Zukunft. Sie versprechen nicht nur finanzielle Unabhängigkeit.

von Frank Kemter
Wer bereits bei der Planung aktuelle Trends miteinbezieht, kann seine Immobilie langfristig aufwerten. Foto: BHW

(bauen.de) - Das Bauen und Wohnen hat sich stark gewandelt und wird das auch in Zukunft weiter tun. Energie wird teurer, die Deutschen werden immer älter und Ressourcen knapper. Vorausschauende Bauherren planen deshalb schon jetzt für die Zukunft.

Trend 1: Barrierefreiheit

Das gilt zum Beispiel auch für einen barrierefreien Zuschnitt des Hauses. Denn in den kommenden Jahrzehnten wird der Anteil der älteren Menschen an der Bevölkerung immer weiter zunehmen. Bis 2050 wird die Zahl der über 65-jährigen von heute 20 auf rund 33 Prozent der Bevölkerung ansteigen, berichtet die BHW-Bausparkasse. Viele Ältere wollen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Schwellenlose Bäder und Hauseingänge sollten bei einem Neu- oder Umbau deshalb schon heute eingebaut werden. Bei guter Planung ist das kaum teurer, hat aber wegen des gestiegenen Komforts bereits jetzt Vorteile. Laut BHW-Angaben plant die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) derzeit sogar ein eigenes Förderprogramm, mit dem die Finanzierung barrierefreier Immobilien erleichtert werden soll.

Trend 2: Erneuerbare Energien

Ein weiterer Zukunftstrend sind erneuerbare Energien. In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Anteil der Öko-Energien am gesamten Energieverbrauch auf 8,6 Prozent verdoppelt. Seit Beginn des Jahres 2009 ist es für Bauherren Pflicht, bei Neubauten einen Teil des Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien zu decken. Deshalb wird sich der Einsatz von regenerativen Energien weiter beschleunigen, so die BHW.

Trend 3: Ökologisch bauen

Gesund und in Einklang mit der Natur zu leben wird für Bauherren insgesamt immer wichtiger, haben die Experten der BHW-Bausparkasse beobachtet. Demnach hätten 2008 fast 10.000 Häuslebauer einen Antrag für das Programm „Ökologisch Bauen“ gestellt, mit dem die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Neubau von Passiv- und Energiesparhäusern fördert – ein historischer Rekordwert. Der Einschätzung zufolge geht der Trend zu Passiv- und Niedrigenergiehäusern. Die Fachleute weisen darauf hin, dass sich auch Altbauten mit Komponenten der Passivbauweise energetisch optimieren lassen. Man habe dann zwar kein Passivhaus, aber einen Altbau mit einer nachhaltig verbesserten Energiebilanz.

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