Bodenbeläge - Parkett, Holz, Fliesen, Laminat verlegen

Holzarten für Parkett und Dielen 

Für Parkett und Dielen stehen zahlreiche Holzarten zur Auswahl. Holzfarbe, Maserung, Verlegemuster und Oberflächenbehandlung eröffnen viele Gestaltungsmöglichkeiten. Neben der Optik sind die Holzeigenschaften das entscheidende Auswahlkriterium für Parkett und Dielenboden.

von Marina Novellino

Holzarten für den Fußboden

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Ahornholz ist sehr strapazierfähig, da es zu den harten Holzarten gehört. Aus diesem Grund eignet sich Ahornparkett, insbesondere der härtere kanadische Ahorn, bestens für Räume mit hoher Beanspruchung.
Die braunrote Farbe des Akazienparketts sorgt für einen schönen Kontrast zur weißen Wandfarbe. Das Fischgrätparkett aus Akazie erhält durch eine Oberflächenbehandlung mit Öl einen seidigen Glanz und intensiviert den Farbton des Holzes.
Bodenbeläge aus Buche haftet oft ein altmodisches Image an. Diese Landhausdielen aus Wildbuche wirken mit der lebhaften Maserung jedoch sehr modern und setzen stilvolle Akzente.
Durch die feine Maserung hat Buchenholz ein gleichmäßiges Erscheinungsbild und vergrößert, wie alle hellen Holzarten, den Raum optisch. Matt lackierte Landhausdielen in einer gleichmäßigen Sortierung schaffen eine ruhige Atmosphäre und passen daher beispielsweise gut ins Schlafzimmer.
Douglasie, auch als Oregon Pine im Handel geführt, gehört zu den harten Nadelhölzern. Das Holz ist gelblich bis rosarötlich und dunkelt rötlichbraun nach. Eine Mischung aus hellen und dunkleren Holzteilen lässt dieses 3-Stab-Parkett aus kerngeräucherter Douglasie besonders lebhaft wirken.
Als Doussie werden mehrere Holzarten der afrikanischen Afzelia-Bäume bezeichnet. Doussie ist zunächst von gelblicher bis hellbrauner Farbe und wird im Laufe der Zeit rötlich-braun.
Doussie ist härter als Teak oder Eiche und hat durch seine hohe Dichte eine überaus gute Wärmeleitfähigkeit. Deshalb ist es für eine Verlegung über einer Fußbodenheizung bestens geeignet.
Eibe gehört zu den Nadelhölzern. Da Eibe sehr hart und formstabil ist, eignet sich diese Holzart gut als Bodenbelag. Der honiggelbe Farbton des Eibenparketts kommt durch eine glänzende Lackierung besonders gut zur Geltung.
Grobe Dielen aus Eichenholz mit ausgebrochenen Ästen und Rissen geben dem Raum eine antike Optik. Passend dazu sollte die Oberfläche der Eichendielen nur geölt werden.
Eiche ist ein wandelbarer Bodenbelag und deshalb sehr beliebt. Um beispielsweise eine helle Farbgebung zu erhalten, kann das Holz gekalkt werden. Dabei lagert sich die weiße Farbe in den Vertiefungen ab und betont die Maserung der Eichendielen.
Esche gehört zu den am meisten verwendeten Holzarten für Parkett und Dielen. Eschenholz ist sehr widerstandsfähig und daher gut als Bodenbelag für die Küche geeignet. Das helle Holz passt hier ideal zur weißen Kücheneinrichtung.
Um lichtdurchflutete Räume noch heller und größer erscheinen zu lassen, eignen sich weißlackierte Holzdielen aus Esche. Die ruhige Sortierung betont die Länge der Dielen und gibt dem Raum zusätzlich Tiefe.
Hevea Parkett ist auch als Kautschuk bekannt. Das Hartholz ist vom Farbton vergleichbar mit Ahorn oder Birke, jedoch lebhaft gemasert. Kleine Kratzer und Dellen fallen daher kaum auf und können bei geölter Oberfläche problemlos ausgebessert werden.
Jarrah ist eine sehr robuste Holzart aus der Familie der Eukalyptusbäume. Das Holz ist rund 25 Prozent härter als Eiche und sehr widerstandsfähig. Die rötliche Farbe erinnert an Mahagoni und wird mit den Jahren noch intensiver.
Holz im Badezimmer geht nicht? Doch, mit der richtigen Holzart. Jatoba, auch als Courbaril bekannt, ist für die Verlegung im Badezimmer geeignet, da dieser Holzart Feuchtigkeit wenig ausmacht.
Da Lärche zu den härtesten Nadelhölzern gehört, kann das Holz problemlos als Fußbodenbelag verwendet werden. Besonders an Lärchenholz ist, dass es Schadstoffe aus der Raumluft aufnehmen und binden kann.
Merbau gehört zu den härtesten Holzarten, sodass das Holz ein idealer Bodenbelag für stark beanspruchte Räume ist. Merbau schwindet zudem nur wenig und kann daher auf einer Fußbodenheizung verlegt werden.
Dielen aus tropischen Merbau sorgen durch den warmen Braunton für Gemütlichkeit in Wohnräumen. Eine Kombination aus Längs- und Querdielen strukturiert den Raum optisch in abgetrennte Bereiche.
Früher überwiegend in Lager- und Werkshallen verwendet, ist Industrieparkett heute ein beliebter Designholzboden. Als Fußboden in diesem Loft erinnert das Nussbaum-Parkett noch an diese ursprüngliche Verwendung und setzt zugleich modische Wohnakzente.
Das wilde Zickzackmuster des Fischgrätparketts passt hervorragend zur lebhaften Maserung von Walnussholz. Diese Verlegeart des Parketts kommt am besten in großen Räumen zur Geltung.
Das Farb- und Maserungsspektrum von Olivenholz reicht von gelblich weiß bis rötlich mit dezenter oder lebhafter Maserung. Gerade diese Vielfalt macht Olive zu einer beliebten Holzart für Parkett und Dielen, denn das Holz lässt sich nahezu problemlos mit jeder Einrichtung kombinieren.
Olivenholz ist als Bodenbelag auch für stark beanspruchte Räume geeignet, denn das Holz ist sehr hart. Auch in der Küche hält Olivenparkett allen Anforderungen stand. Mit einer gut geölten Holzoberfläche sind sogar Wasserspritzer kein Grund zur Sorge.
Teakholz gehört zu den härtesten und robustesten Holzarten. Das formstabile Holz aus den Tropen wird gerne für den Außenbereich verwendet, doch auch in Wohnräumen macht das rotbraune Teak eine gute Figur.
Teakholzparkett ist nicht nur für die Verlegung auf Heizestrichen geeignet, sondern auch als Fußboden in Feuchträumen wie dem Badezimmer. Denn Teak ist so robust, dass diese Holzart auch Feuchtigkeit gut verträgt.
Wenge ist eines der dunkelsten Hölzer: Deren Farbton reicht von einem tiefdunklen braun bis fast schwarz. Durch die dunkle Farbe hat Wenge eine eher kühle Ausstrahlung und passt daher gut zu einem modernen Einrichtungsstil.
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Wie gut sich eine Holzart als Fußbodenbelag eignet, hängt von einer Reihe spezifischer Eigenschaften ab wie Härte, Formstabilität, Wärmeleitfähigkeit sowie Quell- und Schwindverhalten. Bei der Wahl des Holzfußbodens sollte daher darauf geachtet werden, dass die Holzart zur Nutzung des Raumes passt. Für weniger stark genutzte Räume wie das Schlafzimmer eignen sich auch weichere Hölzer. Für stark beanspruchte Bereiche wie Flur oder Küche hingegen sind harte Holzarten empfehlenswert. Die Härte des Holzes hängt von seiner Dichte ab: Je höher die Dichte und je schwerer das Holz, desto belastbarer ist der Boden. Sehr harte Holzarten sind beispielsweise Eiche, Wenge oder Merbau. Holzarten mit geringem Schwind- und Quellverhalten bleiben auch während der Heizperiode in Form. Um Fugenbildung zu vermeiden sollte die Luftfeuchtigkeit in Räumen mit Parkett immer ausreichend hoch sein.

Holzarten auswählen: Oberflächlichkeit erlaubt

Die Raumwirkung wird maßgeblich vom Aussehen des Fußbodens beeinflusst. Daher wird das Holz für  Parkett und Dielen meist zuerst nach Aussehen und Oberfläche ausgesucht.  Die meisten Holzarten lassen sich grob in drei Farbbereiche einteilen: helle, rötliche und braune Sorten. 
Ein heller Holzfußboden lässt vor allem kleine Räume optisch größer und freundlich erscheinen, kann unter Umständen aber auch kühl wirken. Rot- und Brauntöne schaffen eine warme Atmosphäre.   
Dunkle Hölzer wirken sehr edel, brauchen aber einen hellen Gegensatz damit der Raum nicht zu gedrungen und düster wirkt.

Lebhaft oder ruhig: die Sortierung entscheidet

Farbe, Maserung und Asteinschlüssen geben dem Holz ein unverwechselbares Gesicht, sodass auch Hölzer derselben Art sehr unterschiedlich aussehen können. Um ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild zu erreichen, wird das Holz nach Farbton und Stärke der Maserung sortiert. Diese Sortierung ist ein rein optisches Merkmal und sagt nichts über die Qualität des Holzfußbodens aus. Holzarten mit stark ausgeprägter Maserung lassen den Boden sehr dominant erscheinen und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Vorhandene Möbel sollten daher dezent sein und optisch mit dem Holzfußboden harmonieren, damit kein unruhiger Gesamteindruck entsteht. Eine schwache Maserung gibt dem Parkett eine einheitliche und sehr ruhige Oberfläche.

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