Bodenbeläge - Parkett, Holz, Fliesen, Laminat verlegen

Holzfußboden - langlebig und umweltfreundlich 

Holz ist langlebig und umweltfreundlich. Ein Holzfußboden versprüht den Charme natürlichen Wohnens.

von Frank Kemter

Kein anderer Fußboden bietet so viele Variationsmöglichkeiten wie der Holzfußboden. Der Bauherr hat die Wahl zwischen Dutzenden Holzarten und Verlegemustern. Ein Holzfußboden ist langlebig, natürlich, umweltfreundlich und macht einen Raum besonders wohnlich.

Holzfußboden macht Räume wohnlich

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Holzfußboden in der Küche? Durchaus möglich, wenn die oberste Holzschicht gut versiegelt wird. Belastbare Hölzer wie Doussie, Merbau oder Teakholz halten auch Wasserspritzern stand.
Im Schlafzimmer ist Holzfußboden oftmals die erste Wahl. Das Holz schafft eine behagliche Atmosphäre und ist zudem langlebig und umweltfreundlich.
Bauherren können beim Holzfußboden zwischen Massivholzparkett, Massivholzdielen und Fertigparkett wählen. Die Holzböden gibt es nicht mehr nur in den Standardfarben: In dieser Küche wurde beispielsweise weißes Eschenparkett verlegt.
Massivholzparkett besteht ausschließlich aus Hartholz und ist entsprechend robust. Mit Pfennigabsätzen sollte dennoch nicht durch das Massivholz-Wohnzimmer flaniert werden.
Für die Herstellung eines Holzfußbodens werden diverse Arten von Holz verwendet, beispielsweise Buche, Eiche, Ahorn, Birke, Teak, Nussbaum, Nadelholz, Kirsche oder wie hier: Esche.
Vor dem Kauf des Bodens sollten Käufer sicherstellen, dass der Hersteller Auskunft über die Herkunft des Holzes geben kann. So wird gewährleistet, dass es sich um Holz aus nachhaltigem Anbau handelt. Ganz sicher ist die Verwendung von heimischen Hölzern: In diesem Schlafzimmer konnte mit gefärbter Eiche ganz auf Tropenholz verzichtet werden.
Holzböden können eingefärbt werden: Gebeizt oder mit pigmentiertem Öl behandelt zeigen heimische Holzböden neue Farbnuancen. Hier setzt Eichenboden durch einen warmen Mocca-Farbton einen Kontrast zum kühlen Weiß.
Parkett neu interpretiert: Das geräucherte Eichenparkett muss nicht unbedingt nur den Boden verschönern. Für die Verlegung von extravaganten Flächen – beispielsweise an der Wand - und Mustern lohnt sich fachmännische Unterstützung.
Wer Massivholz verlegt, kann sich eines Fußbodens für das ganze Leben sicher sein. Der Boden ist extrem haltbar und kann bei Verschleißerscheinungen immer wieder abgeschleift und veredelt werden. Das ist besonders interessant, wenn Holzfußboden in Zimmern verlegt wird, wo die Abnutzung hoch ist, wie beispielsweise in der Küche.
Fertigboden sollte nur selten abgeschliffen werden, da dessen Nutzschicht oft nur wenige Millimeter hat: Die Schicht aus Massivholz, hier zum Beispiel Kirschholz, ist nur sehr dünn.
Ein Vorteil des Fertigbodens im Vergleich zum Echtholzparkett ist, dass dieser weitaus günstiger ist. Optisch ist der Fertigboden jedoch kaum von der teureren, massiven Varianten zu unterscheiden.
Eine weitere Variante des Holzfußbodens sind Dielen aus Massivholz, die besonders angenehm und elastisch sind. Will man Dielen im Wintergarten verlegen, müssen dieselben Vorraussetzungen wie bei der Verlegung im Badezimmer gewährleistet werden: Ein ganzjährig angemessenes Klima und auf keinen Fall stehendes Wasser.
Besonders beliebt ist die Used-Optik, bei der das Holz auf alt getrimmt ist. Durch die künstliche Patina erhält der Boden einen antiken und rustikalen Charakter.
Wichtig bei allen Sorten von Holzfußböden: die Versiegelung. Während Fertigparkett, wie hier Landhausdielen aus Eiche, meist schon versiegelt verkauft wird, muss Echtholz mit Wachs, Öl oder Lack behandelt werden. Die Versiegelung wirkt wie ein natürlicher Schutzschild für das Parkett.
In diesem Raum wirkt der Gegensatz neu und alt: Die puristische Einrichtung und die moderne Wendeltreppe bieten einen schönen Kontrast zu dem frisch geölten Eichenboden und dem rustikalen Mauerwerk.
Ein klassischer Holzboden im Fischgrätmuster wirkt stilvoll und antik. Fischgrätparkett eignet sich jedoch nur für große Räume, denn kleine Räume wirken durch das Verlegemuster noch gedrungener.
Schmutz kann einem gut versiegelten Holzfußboden auch im Esszimmer nicht viel anhaben. Kratzer durch spitze oder schwere Gegenstände können mit dem Spachtel ausgebessert werden.
Auch im Badezimmer kommt Holzfußboden in Frage. Wichtig ist, dass das Holz nur in geringem Maß quillt. Jedoch verträgt kein Holz stehendes Wasser – entsprechend sollte man Wasserspritzer stets trocken tupfen.
Das beste Erscheinungsbild wird erzielt, wenn der Massivholzboden längs zum Lichteinfall verlegt wird. Entscheidet man sich für eine quere Legerichtung, wirken Räume etwas breiter.
Kaum ein anderer Boden bietet so unterschiedliche Farbnuancen, Verlegemuster und Materialien wie ein Holzfußboden. Gut zu wissen: Das Erscheinungsbild des Bodens wird im Laufe der Jahre harmonischer, denn Holz dunkelt in der Regel nach und wirkt so gleichmäßiger.
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Massivholzparkett

Massivholzparkett besteht aus Hartholz. Anders als das meist schwimmend verlegte Fertigparkett wird Massivholzparkett vollflächig auf dem Boden verklebt. Es ist in unterschiedlichen Dicken erhältlich. Einige Hersteller bieten sogar schon Dicken ab acht Millimeter an - dann eignet es sich auch zur Altbaurenovierung, wenn die Höhe des Bodens kaum steigen darf. Massivparkett ist mehrfach renovierbar. Mit dem Einbau sollte ein Fachmann beauftragt werden.

Fertigparkett

Fertigparkett besteht aus mehreren Schichten. Die obere Echtholz-Laufschicht ist meist drei bis fünf Millimeter dick. Vorsicht: Billigparkett hat oft eine dünnere Nutzschicht und lässt sich deshalb weniger häufig abschleifen. Der Aufbau unterhalb der Deckschicht besteht aus zwei weiteren miteinander verleimten Holzlagen, die im rechten Winkel zueinander verlaufen. Dadurch werden die Bewegungen des Holzes gegeneinander abgesperrt. Bei fachgerechter Verlegung entstehen keine Fugen. Fertigparkett kann zwar auch vollflächig verklebt werden. Meist wird es jedoch schwimmend verlegt, weshalb es für den geübten Heimwerker geeignet ist. Die Gesamtdicke von Fertigparkett beträgt meist zwischen zehn und 22 Millimetern.

Massivholzdielen

Bereits seit Jahrhunderten beliebt sind Massivholzdielen, die äußerst langlebig sind. Sehr angenehm: Dieser Holzfußboden ist fußwarm und elastisch - ein echter Wohlfühlboden. Weil Holz arbeitet und auf Wärme- und Klima- Unterschiede reagiert, bilden sich im Winter Fugen. Im Sommer dehnen sich die Dielenbretter wieder aus. Tipp: Im Winter hilft ein Luftbefeuchter. Durch ein möglichst gleichmäßiges Raumklima kann die Fugenbildung zwar nicht vermieden, jedoch eingeschränkt werden. Massivholzdielen sind pflegeleicht und renovierungsfreundlich. Beim Reinigen sollte ein nur leicht angefeuchtetes Tuch verwendet werden. Kratzer und Dellen können mit speziellem Spachtel ausgebessert werden. Wird der Holzfußboden unansehnlich, kann er auch ganz abgeschliffen werden.

Holzfußboden: Versiegelung nötig

Damit der Holzfußboden geschützt ist, muss er versiegelt werden - Fertigparkett ist es oft bereits ab Werk. Wird der Holzboden mit speziellem Wachs oder Öl behandelt, bleibt er offenporig. Er fühlt sich dann besonders natürlich an, da er sich durch die Behandlung kaum verändert. Lackversiegelungen hingegen machen den Boden strapazierfähiger.

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