Bodenbeläge - Parkett, Holz, Fliesen, Laminat verlegen

Ökologische Fußbodenbeläge als Alternative zum Holzfußboden

Der Holzfußboden ist ein beliebter Bodenbelag aus nachwachsenden Rohstoffen. Jedoch gibt es neben Parkett und Dielen auch ökologische Fußbodenbeläge aus Kork, Bambus oder Linoleum, die durch Nachhaltigkeit, gute Eigenschaften und eine ansprechende Optik überzeugen.

von Marina Novellino
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Ökologische Fußbodenbeläge liegen im Trend. Korkfußboden beispielsweise ist warm und schalldämmend, was optimal für Kinderzimmer ist. Foto: Haro

Klassische Fußbodenbeläge wie Laminat, Parkett und Fliesen bekommen Konkurrenz. Denn ökologische Fußbodenbeläge aus Kork und Bambus überzeugen ebenfalls durch gute Materialeigenschaften und Nachhaltigkeit.

Korkfußboden: leise und warm

Der Rohstoff für den Korkfußboden stammt von der Korkeiche, die etwa alle acht bis zwölf Jahre geschält werden kann, ohne den Baum zu schädigen. Die Rinde wird zu Granulat verarbeitet, das zu Platten verpresst oder zu Fertigparkett mit Nut und Feder verarbeitet werden kann. Naturkorkboden ist besonders für Allergiker geeignet, da dieser keine künstlichen Bindemittel, Farben oder Versiegelungen enthält und die Oberseite lediglich gewachst oder geölt wird. Verschiedene Korkstrukturen geben dem Boden eine individuelle und natürliche Optik. Kork ist zudem besonders trittelastisch und dämmt gut Lärm und Wärme, weshalb der Boden häufig im Kinder-, Wohn- und Schlafzimmer eingesetzt wird. Verlegt wird Korkfußboden als vollverklebtes Parkett oder als schwimmendes Fertigparkett. Dieses kann besonders schnell und einfach durch ein Klicksystem verlegt werden und ist sofort begehbar.

Linoleum: langlebig und robust

Bis vor wenigen Jahren waren ökologische Fußbodenbeläge wie Linoleum noch als altbacken verschrien. Doch mittlerweile gibt es Linoleum in modernen Designs für jeden Geschmack. Linoleum besteht aus Leinöl, natürlichen Harzen, Kork-, Holz- und Kreidemehl. Hinzu kommen meist Farbstoffe, häufig Erd- und Mineralfarben. Als Trägerschicht dient in der Regel Jutefaser. Die glatte, porenlose Oberfläche ist pflegeleicht und strapazierfähig, weshalb er gerne im Kinderzimmer, in Büroräumen oder in der Küche verlegt wird. Einen zusätzlichen Vorteil haben Wissenschaftler der Technischen Universität Stuttgart experimentell nachgewiesen: Linoleum ist widerstandsfähig gegen Bakterien, Hefe- und Schimmelpilze. Für das Badezimmer ist Linoleum aber weniger geeignet, denn durch die Feuchtigkeit quillt er auf und verliert seine Form. Das Verlegen von Linoleumbahnen überlässt man besser dem Fachmann, denn das Beschneiden, Verfugen und vollflächige Verkleben erfordert viel Erfahrung und Geschick. Preisgünstig und auch für Laien geeignet sind hingegen Klick-Linoleumböden, die schwimmend verlegt werden.

Bambus: besonders nachhaltig

Bambus ist ein sehr schnell nachwachsender Rohstoff und kann bereits vier bis sechs Jahre nach der Anpflanzung geerntet werden. Diese Eigenschaft macht ihn zum Spitzenreiter der ökologischen Fußbodenbeläge - und zu einer guten Alternative für Holzfußböden. Denn Bambusparkett weist eine holzähnliche Oberfläche auf und gehört zu den härtesten und strapazierfähigsten Parkettarten. Gebrauchsspuren können mehrfach nachgeschliffen werden, ohne dass der Fußbodenbelag darunter leidet. Zudem neigt Bambus anders als viele Holzarten nicht zum Quellen oder Schwinden, sodass er auch auf einer Fußbodenheizung verlegt werden kann. Als Stab- und Fertigparkett lässt sich Bambus leicht selbst verlegen, da dabei nur Nut und Feder ineinander gesteckt werden müssen.

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