Bodenbeläge - Parkett, Holz, Fliesen, Laminat verlegen

Ist Kokosparkett strapazierfähig und dauerhaft? Wo bekommt man es?

von Ulrich.

Gibt es Besonderheiten zu beachten oder birgt es Risiken?

Kann man auf jedem Untergrund verlegen?

Antworten (3)

Antwort von: IN-PARKETT
07-10-2011

IN-PARKETT verwendet Kokospalmen aus Indonesien.

Diese Palmen wurden vor ca. 100 Jahren angepflanzt und dienten der Bevölkerung als Nahrung, Brennstoff und Baumaterial.

Von der Kokospalme kann fast alles genutzt werden. Von der Rinde über das „Holz“ bis zur Nussschale und Blättern.

Angepflanzt wurde sie aber in erster Linie zur Gewinnung von Kokosnüssen.

Die alten Sorten der Kokospalme sind von Natur aus recht widerstandsfähig gegen Fäule und Pilzbefall.

Aus diesem Grund werden bei guten Produzenten die neuen Setzlinge aus den alten Sorten gezogen.

Da die Palme nach ca. 80 Jahren keine Erträge an Nüssen mehr liefert, wurden, in der Vergangenheit, die Stämme geschlagen und zu Baumaterial und Brennmaterial verarbeitet.

Heute fertigt man aus dem „Holz“ der Kokospalme neben Baumaterialien auch Parkett und Möbel.

IN-PARKETT war eine der ersten europäischen Firmen, welche sich mit diesem Material befasste.

Die Untersuchungen ergaben, dass die Kokospalme (45,4 Härte nach Brinell) härter als die Eiche(26,2 Härte nach Brinell) ist und bei richtiger Verarbeitung,

das heißt vom Einschlag über den Einschnitt und die Trocknung bis zum fertigen Produkt,

ein gutmütiges Verhalten, was das „Arbeiten“ des Materials angeht, zeigt.

Das Quell und Schwundverhalten liegt bei der Eiche bei 0,36% bei der Kokospalme bei 0,38% bei einem Prozent Holzfeuchteveränderung.

IN-PARKETT verwendet von der Kokospalme folgende Produkte:

1. Die Kokosnuss; davon die Schale für Möbel und Parkett

2. Den Stamm für Möbel und Parkett

Eine Verlegung auf Fußbodenheizung ist möglich, wenn eine besondere Verlegeanleitung eingehalten wird.

Das Material wird bei Sonneneinstrahlung nur ein wenig heller, jedoch nach erneutem Schleifen ist es wieder dunkel.

Es gibt Hersteller die auch Decking für den Außenbereich nutzen.

Ich bin der Meinung, dass dieses auf Dauer nicht funktionieren wird.

Die Palme ist ein Gras und kein Holz und hat daher einen anderen Aufbau. Keine Jahresringe, kein Spät- und Frühholz, sie ist innen weich und außen hart.

Die Kokospalme ist hervorragend geeignet für den Außenbereich, in Gegenden mit hoher Luftfeuchtigkeit und ohne Frost.

Wenn die Kokospalme austrocknet neigt sie zur Rissbildung. Das geschieht hauptsächlich bei unserem Klima im Winter, da bei Frost die Luftfeuchtigkeit auf bis zu 20% absinken kann.

Wer nun sagt bei Frost ist das Wasser gebunden, hat in so weit recht, dass in der Nacht bis zu 20 Grad minus herrschen, aber am Tag bei Sonnenschein eine Temperatur von 25-30 Grad plus auf der Holzoberfläche erreicht werden können.

Das sind für die Kokospalme meiner Meinung und Erfahrung nach, zu große Unterschiede.

Sollte sich eine Rissbildung zeigen, muss man mit Splittern von bis zu 5cm rechnen.

Es gibt besser geeignete Materialien für Decking.

Aus meiner Sicht, ist der Ökologische und Ökonomische Aspekt sehr wichtig.

Kokospalmen werden aus Plantagen genutzt. Es wird kein Naturwald geschlagen.

Da die Plantagen sofort wieder aufgeforstet werden, entsteht kein mittel- oder langfristiger Schaden an Flora und Fauna.

Die Kokospalme bringt ca. 80 Jahre Arbeit und Nahrung für die einheimische Bevölkerung.

Die Verarbeitung der Kokospalmen erfolgt bei IN-PARKETT in den Wuchsgebieten und schafft auch hier Arbeitsplätze.

IN-PARKETT nimmt soweit als möglich Einfluss darauf, dass für die geschlagenen Kokospalmen auch wieder Kokospalmen und keine Ölpalmen oder Bananen gesetzt werden.

 

Gruß

IN-PARKETT

Antwort von: Moderator Sharma-Hertweck
09-10-2011

Hallo Ulrich,

 

Unter dem Anbieterlink von bauen.de habe sind einige Parkettfirmen aufgelistet. So findet man dort den Bambusparkett, der auch aus den schnellwachsenden Gräsern Bambus hergestellt wird. Ich selbst habe mit Kokosparkett noch keine Erfahrungen gemacht. Es hört sich jedoch reizvoll an. An Ihrer Stelle würde ich von Kokos- und Bambusparkett eine Materialprobe anfordern. Legen Sie diese einige Zeit nebeneinander auf dem Boden in Ihrem Wohnzimmer. So können Sie diese auch fühlen und unter Lichtverhältnissen außerhalb des Parkettstudios betrachten.

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Antwort von: Karin H.
25-11-2011

Hi Ulrich,

 

ich habe zwar kein Bambusparkett, und auch keine Erfahrungen damit. Aber ich habe ein Bambusküchenbrett. Das verwende ich jetzt schon über mehrere Jahre, Öle es regelmäßig und ichmuss sagen: Es ist total robust. Viel härter als andere Bretter, die ich bisher hatte. Kann mir schon vorstellen, dass das als Boden auch gut funktioniert.

 

Weiss jetzt nicht, ob der Rat superhilfreich war

Grüße

 

die Karin

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