Bodenbeläge - Parkett, Holz, Fliesen, Laminat verlegen

Auf leisen Sohlen

Parkett muss nicht automatisch immer aus Holz sein. Ein Korkboden ist schalldämmend und wärme-isolierend - das Naturmaterial erobert allmählich die Wohnräume.

von Michael Gneuss
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Ein Korkboden ist wärme-isolierend und schalldämmend, das wissen auch Eltern zu schätzen. Foto: OBI/Immowelt.de

(bauen.de) - Ursprünglich wurde Kork zur Herstellung von Schuhsohlen genutzt, mittlerweile erobert der Naturstoff aber als Korkboden die Wohnräume. Besonders beliebt ist er in Kinderzimmern, denn neben seinen wärme-isolierenden Eigenschaften wirkt ein Korkboden auch schalldämmend. Aufgrund der luftgefüllten Zellen ist Kork besonders elastisch und federt so die Tritte der kleinen - aber natürlich auch der großen - Bewohner ab. Ein weiterer Vorteil ist: Im Gegensatz beispielsweise zu Laminat ist ein versiegelter Korkboden nicht feuchtigkeitsempfindlich und kann daher auch im Bad eingesetzt werden. Wer sich sicher sein möchte, eine gute Produktqualität zu erhalten, sollte auf das Kork-Logo achten. Dieses Gütezeichen garantiert unter anderem eine Mindest-Rohdichte des Materials von 450 Kilogramm pro Kubikmeter und die Nichtverwendung gefährlicher Stoffe im Kork.

Korkboden: Korkfliese oder Korkparkett?

Ein Korkboden wird üblicherweise als Korkfliese oder -parkett angeboten. Erstere Ausführung besteht aus gepressten Korkplatten, die fest mit dem Untergrund verklebt werden. Die Gesamtdicke sollte mindestens vier Millimeter betragen. Da die Presskorkplatten meist roh angeboten werden, müssen sie noch zusätzlich oberflächenbehandelt werden. Dabei kann zwischen einer Lackversiegelung oder einer Öl-Imprägnierung gewählt werden. Presskorkplatten lassen sich bei Bedarf abschleifen und neu versiegeln. Wem die einfachen naturfarbenen Platten zu langweilig sind, der findet auch gefärbte Oberflächen sowie Fliesen mit Furnierschichten, zum Beispiel mit einer Rindenstruktur oder auch Ornamenten.

Beim Korkparkett handelt es sich um Kork-Holz-Verbundelemente mit einer Korkoberfläche auf einer Trägerplatte. Diese erlaubt die schwimmende Verlegung, sie werden also nicht fest mit dem Untergrund verbunden. Üblicherweise sind die Bodenelemente zehn bis zwölf Millimeter dick. Während beim rohen Korkparkett ebenso wie bei den Fliesen eine Oberflächenbehandlung vorgenommen werden muss, besitzt das Kork-Fertigparkett bereits eine behandelte Oberfläche.

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