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Wäsche trocknen im Sommer: Wäschekeller oder Garten?

Im Winter ist ein Wäschekeller praktisch, im Sommer bleibt die Wäsche dagegen oft tagelang feucht. Bauen.de gibt Tipps zum Wäsche trocknen und wie man das Klima im Wäschekeller verbessern kann.

von Alexandra Sievers
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Frisch gewaschen: Im Sommer klappt das Wäsche trocknen draußen besser als im Wäschekeller. Foto: Henkel/Immowelt.de

Auch wenn es wie ein Widerspruch klingt: Im kalten Winter ist das Wäsche trocknen im Keller viel einfacher als an heißen Sommertagen. Manchmal trocknet frisch gewaschene Wäsche trotz hohen Temperaturen überhaupt nicht und bleibt tagelang klamm und feucht. Grund dafür ist das Schwitzwasser, das sich aufgrund des Unterschieds zwischen Innen- und Außentemperatur bildet.

Wäsche trocknen: Im Sommer schwierig

Im Sommer ist es im Wäschekeller in der Regel deutlich kälter als draußen, da sich die Bauteilmasse des Kellers nur sehr langsam erwärmt. Zudem enthält die Luft, die von außen durch die Kellerfenster strömt, viel mehr Feuchtigkeit als im Winter, da warme Luft mehr Wasser aufnehmen kann als kalte. Gelangt feuchte, warme Luft in den kälteren Wäschekeller, kühlt sie ab und muss einen Teil ihres Wassergehalts abgeben. Sie kondensiert und Schwitzwasser bildet sich. Die frisch gewaschene Wäsche erhöht die Luftfeuchtigkeit im Wäschekeller noch zusätzlich. Das Wäsche trocknen wird durch dieses feuchte Klima erheblich erschwert.

Besseres Klima im Wäschekeller

Um die Luftfeuchtigkeit im Keller zu verringern, hilft lüften. Wichtig ist dabei allerdings, dass man nicht bei Tag lüftet, sondern nachts, wenn die Außentemperatur niedriger ist als die Temperatur im Wäschekeller. Dadurch nämlich ist die nachströmende Luft trockener und das Klima kann sich verbessern. Nicht empfehlenswert ist es dagegen, tagsüber bei schwülem Wetter zu lüften, denn dadurch wird die Schwitzwasserbildung noch verstärkt.

Werden im Keller auch Akten gelagert, reicht Lüften allein jedoch meist nicht aus, um die Luftfeuchtigkeit ausreichend zu senken. Abhilfe schaffen können dann auch ein Luftentfeuchter oder eine Abluft-Wärmepumpe. Weniger empfehlenswert ist dagegen eine nachträgliche Wärmedämmung, da die Gefahr der Schimmelbildung zwischen Wand und Dämmmaterial zu groß ist. Und für die Wäsche gilt: im Sommer am besten nicht im Wäschekeller, sondern an der Wäscheleine im Garten aufhängen.

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