Haussicherheit - Haus sichern und schützen

Biometrische Zugangskontrolle: Wenn der Finger den Schlüssel ersetzt

Was dem Normalbürger bisher eher aus Actionfilmen bekannt ist, findet nun zunehmend Zugang in seine private Welt: die biometrische Zugangskontrolle. Der eigene Fingerabdruck dient heutzutage immer häufiger auch dem Schutz des Eigenheims.

von Michael Gneuss
Fingerabdruck, Haustürschlüssel, biometrische Zugangskontrolle
Biometrische Zugangskontrolle: Heute kann auch der Fingerabdruck als Haustürschlüssel dienen. Foto: Schüco / Immowelt.de

Anstatt eines Schlüssels wird der eigene Finger zum Türöffner - die biometrische Zugangskontrolle macht es möglich. Aufgrund bezahlbarer Preise kommen die optischen Fingerprintsysteme mittlerweile auch im Eigenheim an. Für weniger als 600 Euro kann man mittlerweile sein Haus biometrisch auf- und zuschließen. Die Vorteile des Fingerabdrucks liegen auf der Hand: Versehentliches Aussperren, die Schlüsselsuche, aber auch das Diebstahlrisiko gehören damit der Vergangenheit an.

Sensor oder Kamera nimmt biometrische Merkmale

Das Verfahren funktioniert relativ einfach: Ein Sensor oder eine Kamera nimmt zunächst das biometrische Merkmal des Nutzers auf und erstellt ein Muster. Dieses wird dann in einen binären Code umgewandelt und gespeichert. Ab sofort kann der so Befugte den optischen Scanner als Türöffner benutzen. Die biometrische Zugangskontrolle vergleicht das biometrische Merkmal mit dem vorliegenden Muster. Stimmen diese überein, schaltet der Relaiskontakt - der gesicherte Zugangsbereich öffnet sich. Ohne korrekten Code vom Fingerabdruck verwehrt die biometrische Zugangskontrolle den Einlass. Soll während des Urlaubs beispielsweise ein Nachbar Zutritt erhalten, kann schnell der neue Fingerabdruck aufgenommen und hinterher wieder gelöscht werden.

Überlisten nicht möglich

Die Sicherheit hängt stark von der Anzahl der erfassten Merkmale ab. Mehr erfasste Merkmale bedeuten auch mehr Sicherheit. Bei vielen gängigen Modellen müssen mehr als 16 Fingerabdrucksmerkmale mit dem Muster übereinstimmen. Fingerabdrücke, die unfreiwillig irgendwo hinterlassen werden, reichen daher nicht aus, um die biometrische Zugangskontrolle zu überlisten. Zusätzlich sollte unbedingt auf Vandalismus-Sicherheit der Systeme geachtet werden.

Zum Thema auf bauen.de
Fragen zum Thema
517 von 723 Ratgeber
 

© Immowelt AG 2012   ® www.bauen.de Wissen rund ums Bauen!

Feedback abgeben