Haussicherheit - Haus sichern und schützen
Dach, Dämmung, Heizung - beim Hausbau müssen unzählige Dinge bedacht werden. Dabei bleibt der Einbruchschutz häufig auf der Strecke. Doch schon mit vergleichsweise geringem Aufwand kann viel bewirkt werden.
von Birgit Nöth(bauen.de) - In Deutschland werden pro Jahr rund 200.000 Wohneinheiten fertig gestellt. Davon sind jedoch weniger als ein Prozent ausreichend gesichert und mit dem nötigen Minimum an Einbruchschutz ausgestattet. Darauf weist die bundesweite Initiative für aktiven Einbruchschutz "Nicht bei mir!" hin, in der sich die Verbände der Sicherheitswirtschaft und die Polizei zusammengeschlossen haben. Dabei ist laut Verband ein Basis-Sicherheitspaket je nach Größe des Einfamilienhauses schon für 1.500 bis 2.500 Euro zu haben.
Zum Basispaket gehören neben einer einbruchhemmenden Haustür inklusive VdS-geprüftem Schließzylinder mit Sicherungskarte auch einbruchhemmende Fenster mit Pilzkopfbeschlägen im Erdgeschoss. Ein Vielfaches an Schutz bietet darüber hinaus eine einfache Alarmanlage für rund 2.500 Euro, die Einbrüche, Rauch oder Gas meldet und den abwesenden Hausherren oder einen Sicherheitsdienst benachrichtigt.
Mit entsprechendem Mehraufwand können die meisten Sicherungen auch im Nachhinein eingebaut werden. Dafür muss der Hausherr mit rund 200 bis 300 Euro pro Fenster und zirka 750 Euro für die Haustür rechnen. Wer die Anschaffung elektronischer Sicherungstechnik zu einem späteren Zeitpunkt plant, sollte schon in der Rohbauphase genügend Leerrohre einbauen lassen: Das spart Kosten und vermeidet unansehnliche Notlösungen.
Ob in der Bauplanung oder für die Nachrüstung - effektiver Einbruchschutz setzt Fachwissen und Erfahrung voraus. Der Einbau von Sicherheitstechnik sollte daher nur von Experten durchgeführt werden. Denn: Was nützt eine hochwertige Vorrichtung, die durch fehlerhafte Installation wirkungslos ist?
© Immowelt AG 2011 ® www.bauen.de Wissen rund ums Bauen!