Haussicherheit - Haus sichern und schützen

High-Tech und Low-Tech gegen Einbrecher

Künftig könnte eine DNA-Tinte für Abschreckung bei den Langfingern sorgen. Auf zusätzliche Sicherungsmaßnahme sollte deshalb aber nicht verzichtet werden.

von Michael Gneuss
Einbrecher, Einbruchschutz
Im Sommer pirschen sich Einbrecher besonders oft heran: Aktiver Einbruchsschutz sollte daher zu jeder Urlaubsplanung dazugehören. Foto: Elero/Immowelt.de

(bauen.de) - Langfinger könnten in Zukunft durch neuartige künstliche Markierungen wertvoller Gegenstände abgeschreckt werden. Dabei handelt es sich um eine Art künstliche DNA, die auf potenziell diebstahlgefährdete Gegenständen aufgebracht wird. Die Schutztinte ist unsichtbar und kann nicht abgewaschen werden. Sie kann aber mit Hilfe einer UV-Lampe gelbgrün zum Leuchten gebracht werden. Jeder Anwender erhält mit der Tinktur eine einzigartige DNA-Sequenz, zu der in einer Datenbank Name und Anschrift hinterlegt sind. Sofern gestohlene Gegenstände mit Schutztinte aufgefunden werden, kann zweifelsfrei nachvollzogen werden, wer der Eigentümer ist. Für Einbrecher sind die markierten Gegenstände somit schwieriger zu Geld zu machen.

Rückgang der Diebstähle um 50 bis 80 Prozent

Die DNA-Tinte soll erstmals im Spätsommer in einem Pilotprojekt der Bremer Polizei eingesetzt werden. Schilder in den betroffenen Stadtteilen werden über den Einsatz der Tinte informieren. Experten rechnen durch diese Form der Abschreckung mit einem Rückgang der Diebstähle um 50 bis 80 Prozent. Was hierzulande wie Zukunftsmusik klingt, ist in England schon Normalität. Dort sind die Tinten gegen Einbrecher schon seit Jahren weit verbreitet. In der Folge gingen die Diebstähle laut Auskunft der Polizei in einigen Bezirken um 40 bis 100 Prozent zurück. Auch die Niederlande setzen sie seit einem Jahr erfolgreich ein.

Vorsorgemaßnahmen gegen Einbrecher lohnen sich

Doch auch ohne High-Tech lohnen sich Vorsorgemaßnahmen gegen Langfinger: Denn statistisch gesehen wird in Deutschland über das ganze Jahr hinweg alle zwei Minuten ein Einbruch verübt. Wenn im Sommer die Urlaubszeit beginnt, ist das Risiko noch viel größer - dann sind Einbrecher besonders aktiv. Mittlerweile kann die Technik erheblich dazu beitragen, Einbrüche zu verhindern. Neben Alarmanlagen kann mit simplen technischen Mitteln auch in Abwesenheit der Eindruck erweckt werden, dass Wohnungen oder Häuser doch bewohnt sind, so zum Beispiel wenn Rollläden, Lampen oder Radios über Zeitschaltuhren regelmäßig ein- und ausgeschaltet werden.

Unterstützung vom Nachbarn

Ist ein Nachbar bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, kann das allerdings noch wirkungsvoller sein. Er sollte dann auch dafür sorgen, dass der Briefkasten nicht überläuft.

4 von 5 News
 

z.B.: Haussicherheit,Türschlösser, Sicherheitsschlösser, Türüberwachung, Einbruchsschutz, Alarmanlage, sichere Fenster

Aktuelle Fragen zum Thema

Haussicherheit

von Gerhardt Bauer | am 13-12-2011 | 1 Antwort
von Susanne Wohlgemut | am 08-11-2011 | 4 Antworten
von tete64 | am 24-05-2011 | 1 Antwort
Ihre Frage:
Newsletter abonnieren
 

© Immowelt AG 2011   ® www.bauen.de Wissen rund ums Bauen!

Feedback abgeben