Kaminholz richtig lagern

Wer seinen Kamin im Winter mit Brennholz schüren möchte, muss mindestens zwei Jahre vorher Vorsorge treffen. Ein trockener Lagerplatz ist die Basis, um das Kaminholz in dieser Zeit aufzubewahren. Denn nur optimal getrocknetes Holz bringt die besten Heizwerte.
 
 
Kaminholz, Holz, Feuchte, VerheizenTipp: Wer sich nicht sicher ist, ob das gelagerte Kaminholz schon trocken genug ist, kann es einige Tage vor dem Verheizen ins Haus bringen. Durch die Wärme wird dem Holz die letzte Feuchte entzogen. Foto: Wodtke GmbH

Im Winter ist das Knistern und Knacken des Brennholzes im Kamin unvergleichlich. Damit das Feuer richtig lodert, muss das Kaminholz zuvor gut aufbewahrt worden sein.

Luftiger Lagerort ist wichtig

Wird feuchtes Holz verschürt, ist der Heizwert deutlich geringer, als bei Holz mit einer Restfeuchte von unter 20 Prozent. Deswegen sollte das Brennholz etwa zwei bis drei Jahre trocken und luftig gelagert werden, bevor es zum Heizen verwendet wird. Um den Prozess zu beschleunigen, sollte es schon vor dem Lagern gespalten werden. So kann das Wasser durch die vergrößerte Oberfläche besser verdunsten. Eine geschützte Hauswand, möglichst an der Südseite, ist ein guter Standort für den Holzunterstand. Zwischen dem Stapel und der Wand sollte ein Abstand von zirka fünf bis zehn Zentimetern eingeplant werden. Um die Restfeuchtigkeit im Holz zu messen, kann ein Feuchtigkeitsmessgerät verwendet werden. Diese sind im Internet bereits ab zehn Euro erhältlich.

Stabile Lagerkonstruktion für Kaminholz

Regale zum Kaminholz lagern gibt es in Baumärkten bereits für etwa 100 Euro. Da sie jedoch nicht immer die richtige Größe haben und recht simpel konstruiert sind, kann es sich für geübte Heimwerker lohnen, selbst zu Hammer und Nagel zu greifen. Aus Kanthölzern mit Zwischenträgern entsteht eine einfache Rahmenkonstruktion, die auf der Rückseite durch diagonale Streben stabilisiert und durch verschraubte oder genagelte Metallwinkel verbunden wird. Beim Modell Eigenbau können zudem abgetrennte Lagerbereiche eingeplant werden. Der Vorteil: So können in den einzelnen Holzkammern auch verschiedene Holzqualitäten und unterschiedlich feuchte Scheite getrennt voneinander aufbewahrt werden. Das Holz sollte mit einem leicht abfallenden Dach mit Regenrinne gegen Regen und Schnee geschützt werden.

Untergrund und Lagerboden

Damit die Luft zirkulieren kann und aufsteigende Feuchtigkeit nicht die Qualität des Brennholzes mindert, sollten die Holzscheite nicht direkt auf dem Boden gelagert werden. Ein Mindestabstand von 15 Zentimetern kann zum Beispiel mit gitterförmig verlegten Dachlatten erreicht werden. Alternativ können auch Paletten verwendet oder das Kaminholz auf Rundhölzern aufgeschichtet werden. Um die Pfosten der Lagerkonstruktion vor Bodennässe zu schützen, können Pfostenschuhe eingesetzt werden.

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