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Wasserführende Kaminöfen fürs Sonnenhaus

Sonnenhäuser kommen meist nicht ganz ohne Zusatzheizung aus: Ein wasserführender Kaminofen überbrückt im Winter längere Kälteperioden.

von Frank Kemter
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Ein wasserführender Kaminofen erwärmt auch den Pufferspeicher und eignet sich somit im Winter als Heizungsergänzung fürs Sonnenhaus. Foto: Buderus

Heizen mit Holz erlebt seit einigen Jahren eine Renaissance. Als Zusatzheizung für ein Sonnenhaus bieten sich wasserführende Kaminöfen an. Sie haben den Vorteil, dass sie direkt an den Heizkreislauf angeschlossen werden: Ein Teil der Wärme wird nicht an den Raum abgestrahlt, sondern mittels eines Wärmetauschers an den Wasserkreislauf abgegeben und in den Pufferspeicher eingespeist.

Wasserführender Kaminofen als Zusatzheizung

Für ein Sonnenhaus ist ein wasserführender Kaminofen als Zusatzheizung optimal. Denn dieser Haustypus zeichnet sich dadurch aus, dass er übers Jahr gesehen mindestens 50, Prozent - oft noch deutlich mehr - des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser über Sonnenenergie deckt. Nur für den restlichen Energiebedarf ist eine Zusatzheizung nötig. Eine vollwertige Zentralheizung, etwa eine Pellets- oder Hackschnitzelheizung, wäre angesichts des nur geringen Extra-Energiebedarfs eines Sonnenhauses überdimensioniert. Ein wasserführender Kaminofen ist für diesen Zweck oft preiswerter und zweckmäßiger. Denn in einem Sonnenhaus muss nur in den Wintermonaten zugeheizt werden, und selbst dann weniger als in einem konventionell beheizten Gebäude.

Ein wasserführender Kaminofen strahlt oft nur zehn bis 40 Prozent der Wärme direkt an den Raum ab, der Rest gelangt in den Saisonspeicher des Sonnenhauses und kann so über einen längeren Zeitraum in allen Räumen des Hauses zu Heizzwecken genutzt werden. Ein weiterer Vorteil: Dadurch, dass nur ein kleiner Teil der Wärme an den Raum abgegeben wird, kann dieser auch nicht so schnell überhitzen. Übrigens: Wer noch einen Extra-Nutzen von seinem wasserführenden Ofen haben will, entscheidet sich für einen Küchenofen. Dieser lässt sich zusätzlich zum Kochen und Backen nutzen.

Sonnenhaus mit klimaschonender Heizung

Da Sonnenhäuser eine möglichst klimaneutrale Gesamtbilanz aufweisen sollen, bietet sich das Heizen mit Brennholz an. Denn beim Wachsen nimmt Holz Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf. Zumindest dann, wenn global genauso viel Holz nachwächst wie verbraucht wird, ist das Heizen damit weitgehend CO2-neutral. Nur für den Transport und die Verarbeitung des Holzes wird noch etwas Energie benötigt.

Zwar ist es auch möglich, Sonnenhäuser mit 100-prozentiger solarer Deckung zu bauen. Um aber auch in besonders kalten Winterperioden nicht im Kalten zu sitzen, müssen Speicher und Kollektoren überdimensioniert ausgelegt werden. Hierfür sind riesige Pufferspeicher mit mehreren zehntausend Litern Volumen und dutzende Quadratmeter hochwertiger Solarkollektoren notwendig. Selbst wenn man als Bauherr den Ehrgeiz entwickelt, möglichst energieautark zu heizen, ist es meist wirtschaftlicher, einen solaren Deckungsgrad unterhalb von 100 Prozent anzustreben, und den verbleibenden Energiebedarf im Winter durch einen wasserführenden Kaminofen zu decken.

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