Kamine & Öfen - heizen, wärmen, kaufen
Holzbefeuerte Kaminöfen gelten zwar als umweltfreundlich. Doch auch sie verursachen Feinstaub- und Schadstoffemissionen. Eine neue Gerätegeneration punktet jetzt mit besonders sauberer Verbrennung.
von Frank Kemter(bauen.de) - Heizen mit Holz gilt als umweltfreundlich. Dennoch gibt es auch bei dieser Art zu heizen eine Schadstoff- und Feinstaubbelastung. Diese soll nach dem Willen des Gesetzgebers reduziert werden. Die Grenzwerte für Kohlenmonoxid und Feinstaub sollen deshalb stufenweise herabgesetzt werden. Ältere Kaminöfen, die die Werte nicht erfüllen, müssen nach und nach entweder umgerüstet oder außer Betrieb genommen werden, schreibt die Bundesimmissionschutzverordnung (BImSchV) vor. Die erste Stufe der Verordnung tritt am 23. März 2010 in Kraft. Im Jahr 2015 werden die Grenzwerte nochmals verschärft.
Die Hersteller von Kaminöfen haben sich aber bereits auf die verschärften Anforderungen eingestellt und bieten Geräte an, die die Grenzwerte einhalten oder sogar besser sind. So wirbt der österreichische Hersteller Haas+Sohn, dass seine Geräte bereits heute die ab März 2010 gültigen Grenzwerte um 50 Prozent unterschreiten. Die Verbesserung sei demnach ohne den Einsatz von Filtern einzig durch die Verbesserung des Verbrennungsvorgangs in der Brennkammer möglich geworden.
Ältere Kachel- und Kaminöfen müssen ab 2015 nach und nach umgerüstet oder stillgelegt werden, wenn die Schadstoff-Grenzwerte nicht eingehalten werden. Allerdings sieht der Gesetzgeber Ausnahmen vor: Nicht betroffen sind demnach historische Öfen, die vor 1950 erbaut wurden, privat genutzte Herde und Backöfen mit weniger als 15 Kilowatt Leistung und offene Kamine, die nur gelegentlich genutzt werden. Grund- und Kachelöfen aus mineralischen Speichermaterialien dürfen dauerhaft weiterbetrieben werden. Und auch mit Bewohnern von sehr einfach ausgestatteten Wohnungen hat der Gesetzgeber ein Nachsehen: Einzelraumfeuerungen dürfen bleiben, wenn sie die einzige Heizungsquelle in der jeweiligen Wohnung sind.
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