Edelstahlpflege: So haben Fingerabdrücke keine Chance

Stahlelemente geben der Küche ein edles Design. Der schöne Eindruck verfliegt jedoch schnell, wenn sich Fingerabdrücke, Kalk, Fettspritzer oder Spuren von Putzmittel auf der glänzenden Oberfläche abzeichnen. Mit der richtigen Edelstahlpflege haben diese Verschmutzungen jedoch keine Chance.

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Edelstahlpflege, Foto: Blanco
Mit bewährten Hausmitteln zur Edelstahlpflege haben Fingerabdrücke keine Chance. Foto: Blanco Foto: Blanco

Egal ob matt oder glänzend – Armaturen und Einbauten aus Edelstahl verleihen der Küche ein schickes und modernes Ambiente. Bei der Reinigung weist das silbern schimmernde Metall allerdings einige Besonderheiten auf: Fingerabdrücke, Kalkränder und Schlieren hinterlassen schnell Spuren auf der Oberfläche. Diese lassen sich jedoch mit den richtigen Pflegetricks für Edelstahl einfach beseitigen.

Edelstahl: Pflegeleichtes Material mit kleinen Schwächen

Als Edelstahl werden Stähle bezeichnet, die einen hohen Reinheitsgrad und damit eine gute Qualität aufweisen. Je nachdem, wie der Stahl bei der Herstellung bearbeitet wurde, gibt es ihn in matter oder hochglänzender Optik. Während matt schimmernder Edelstahl geschliffen oder gebürstet wurde, wird hochglänzender Edelstahl poliert. Keine der Edelstahlvarianten wird jedoch zusätzlich mit einer organischen Beschichtung oder einem metallischen Überzug ausgestattet. Sie besitzen stattdessen eine sogenannte „Passivschicht“, die sie vor Korrosion schützt – dabei trennt eine sehr dünne und unsichtbare Oxidschicht das Metall von der Umgebung.

Mit den richtigen Reinigungsmitteln Fingerabdrücke entfernen

Im Allgemeinen ist wenig Aufwand nötig, um den Glanz von Edelstahlflächen zu erhalten. Allerdings müssen sich die Pflegemaßnahmen für die speziellen Ansprüche des hochwertigen Stahls eignen. Zum Abwischen ständig beanspruchter Edelstahlelemente wie Spüle und Co. empfiehlt sich ein weicher Schwamm mit mildem Spül- oder Reinigungsmitteln (ohne Scheuerpartikel), ein spezielles Edelstahl-Spray oder ein angefeuchtetes Mikrofasertuch. Nach der Säuberung werden die Rückstände des eingesetzten Reinigungsmittels mit klarem Wasser entfernt und die feuchte Fläche mit einem fusselfreien, weichen Tuch sorgfältig trocken gerieben.

Für die Reinigung von spiegelpoliertem Edelstahl eignet sich zudem der Einsatz von chloridfreiem Glasreiniger. Bei mattem Edelstahl sollte man außerdem darauf achten, mit der Schliffrichtung zu wischen und nicht quer zu ihr. Andernfalls setzen sich die Putzmittel schnell in den feinen Rillen ab.

Natürliche Hausmittel gegen Kalkablagerungen und Co.

Wasserspritzer hinterlassen weiße Kalkrückstände auf Edelstahlflächen. Diese Flecken sind besonders hartnäckig und lassen sich nur mit speziellen Mitteln vollständig entfernen. Als Kalkkiller hat sich vor allem 25-prozentige Essigsäure bewährt. Diese wird im entsprechenden Verhältnis aus Essig-Essenz und Wasser gemischt. Dann können die Kalkablagerungen mit einem mit dem Essigwasser getränkten, weichen Schwamm entfernt werden. Bei Teerändern schafft hingegen Natron ein glänzendes Putzergebnis. Dieses löst das im Tee enthaltene Tannin, das für die typischen Teeflecken verantwortlich ist.

Ungeeignete Mittel für die Edelstahlpflege

Neben den pflegenden Putzmitteln für Edelstahlflächen gibt es auch solche, die der speziellen Oberfläche nachhaltig schaden. Dazu gehören Bleichmittel, eisen-, chlor- und stark säurehaltige Putzmittel, Scheuerschwämme, Stahlwolle und Scheuermittel.


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