Farbe & Lack - Malern, Streichen, Lackieren

Decken und Wände streichen: Tipps für den neuen Anstrich

Wer selbst Decken und Wände streichen möchte, benötigt für ein gleichmäßiges Farbergebnis nicht nur die richtige Technik. Auch die Wände müssen für den neuen Anstrich gut vorbereitet und passende Utensilien besorgt werden.

von Katrin Hausmann
Wände streichen, Abkleben
Decken und Wände zu streichen, erfordert eine gute Vorbereitung. Beispielsweise sollten Fensterrahmen gut abgeklebt werden. Foto: Hornbach/immowelt.de

Ein neuer Anstrich ist eine gute Möglichkeit, um frischen Wind in die eigenen vier Wände zu bringen. Renovierer, die selbst zu Pinsel und Farbrolle greifen möchten, sollten für die Vorbereitung ausreichend Zeit einplanen. Außerdem kommt es beim Decken und Wände streichen auf die richtige Technik an.

Farbe und Streichutensilien

Dispersionsfarbe ist bei Renovierern besonders beliebt. Die wasserlösliche Farbe ist auf Raufasertapete genau so problemlos aufzutragen wie auf Putz. Latexfarbe ist wasserabweisend und strapazierfähig. Sie kann daher gut für stark beanspruchte Flächen verwendet werden. Sogenannte feste Farbe eignet sich vor allem für die Decke, da sie nicht tropft. Sie kostet allerdings auch mehr als herkömmliche Wandfarbe.

Bei Pinsel und Farbrollern gilt: auf Qualitätsprodukte anstatt auf Billigware setzen. Beispielsweise eignet sich eine Fellrolle zum Wände streichen besser als eine Schaumstoffwalze, da sie mehr Farbe aufnimmt und diese ohne Blasen wieder abgibt. Bei der Auswahl sollte auch die Beschaffenheit der Wände berücksichtigt werden: Für raue, unebene Oberflächen eignen sich langflorige Modelle. Für glatte Wände kann der Flor ruhig etwas kürzer sein. Die Qualität des Pinsels ist gut an dessen Borsten zu erkennen. Sie sollten lang und dicht sein sowie spitz aufeinander zulaufen. Farbrolle, Pinsel und weitere Utensilien wie beispielsweise Folie, Maler-Kreppband, Abstreifgitter und Teleskopstab gibt es im Baumarkt oder in Fachgeschäften für Malerbedarf.

Vor dem Streichen: Wände vorbereiten

Ein sauberer, staubfreier und trockener Untergrund ist zum Streichen besonders wichtig. Blättern alte Farbe oder Tapetenreste bereits ab, sollten auch diese etwa mittels Schleifpapier entfernt werden. Kleine Schäden in der Wand wie beispielsweise Löcher oder Risse lassen sich mit Spachtelmasse ausgleichen. Wer vor dem Streichen sorgfältig Decke, Fußleisten sowie Fenster- und Türrahmen abklebt, erhält später ein sauberes Ergebnis. Dafür empfiehlt es sich auch, Lichtschalter, Steckdosen und Lampen abzumontieren. Der Boden ist mit Folie oder Malervlies gut geschützt.

Unbehandelte Flächen wie Putz sowie Gips- und Weichfaserplatten sollten vorab grundiert werden. Auf diese Weise lässt sich sandender Putz befestigen und der Untergrund wird gleichmäßig saugfähig. Zum Abdecken von Flecken eignen sich Fleckendecker.

Wände streichen: So entsteht ein gleichmäßiges Farbergebnis

Vor dem Streichen empfiehlt es sich, Pinsel und Farbrolle etwa zehn Minuten in die Farbe einzuweichen. So können Renovierer sichergehen, dass beim Streichen gleichmäßig Farbe abgegeben wird. Generell sollte mit der Decke begonnen werden. Gestrichen wird immer von der größten Lichtquelle im Raum weg. Ecken und Kanten werden mit dem Pinsel vorgestrichen. So lange diese Farbe noch nass ist, sollte mit der Farbrolle auch der Hauptteil der Wand in Angriff genommen werden. Besonders gleichmäßig wird der Anstrich, wenn die Farbe erst kreuz und quer auf die Wand aufgetragen und danach danach in gleichmäßigen senkrechten Bahnen nach unten gezogen wird. Die Farbmenge auf der Rolle lässt sich mit dem Abstreifgitter dosieren.

Bevor die Farbe getrocknet ist, sollte das Klebeband entfernt werden. Andernfalls könnten unsanfte Farbübergänge entstehen. Tipp: Sollen Decke und Wände in verschiedenen Farben gestrichen werden, entsteht ein besonders sauberer Übergang, wenn sorgfältig abklebt und die Kante mit der helleren Farbe vorgestrichen wird. Ist die Farbe getrocknet, wird die dunklere Farbe aufgetragen und das Klebeband entfernt.

Während einer Pause oder über Nacht empfiehlt es sich, die Farbrolle in Folie einzuschlagen. So trocknet sie nicht so schnell aus.

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