Wohnen mit Kindern - Möbel, Licht, Farbe fürs Kinderzimmer
Spielen ist gut für die Entwicklung von Kindern, umso wichtiger sind durchdachte Spielplätze - zum Beispiel auch im eigenen Garten. bauen.de zeigt, wie etwaige Risiken bei Spielgeräten im heimischen Garten minimiert werden.
von Heike DettmarSchaukeln oder Sandkästen mögen zwar noch immer die Grundausstattung für kinderfreundliche Gärten sein, doch die Angebote für das Spielglück der Kleinen reichen mittlerweile sehr viel weiter. Kinderspielhäuser auf Stelzen, Burganlagen zum Klettern oder hölzerne Piratenschiffe sind keine Seltenheit mehr in Deutschlands Gärten.
Die Preise für diese Spielgeräte im Garten können mehr als 1.000 Euro betragen. Neben Kostenfragen sollte jedoch immer auch die Sicherheit eine Rolle spielen. Denn die abenteuerlichen Spielplätze bergen Risiken - sei es durch falsche Konstruktionen oder Mängel an den Geräten.
So sollte etwa darauf geachtet werden, dass die Ecken und Kanten der Spielgeräte im eigenen Garten abgerundet sind. Auch splitterarme Oberflächen ohne hervorstehende Teile wie Schrauben und Nägel reduzieren das Verletzungsrisiko. Beim Kauf von Spielgeräten ist daher sicherheitsgeprüfte Qualität das A und O. Die Produkte für den Garten sollten der DIN EN 1176 entsprechen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich auch an den Gütezeichen GS geprüft oder TÜV-geprüft orientieren.
Die häufigste Unfallursache sind Stürze. Für Fallschutz und Sicherheitsbereich der Spielgeräte gilt DIN EN 1177: Folglich dürfen sie – mit Ausnahme selbst gebauter Produkte – auf einer Rasenfläche nicht höher als 1,50 Meter sein. Rasen, Rindenmulch und Holzschnitzel federn etwaige Stürze ab und sind daher als Untergrund geeignet. Besonders gut dämpft außerdem Rundkies: Als Fallschutz sollten Steine mit einer Körnung von drei bis acht Millimetern etwa 40 Zentimeter dick aufgetragen werden. Sind die Spielgeräte im Garten höher als 1,50 Meter, muss ein zusätzlicher Fallschutz angebracht werden. Unter Schaukeln und Spieltürmen sollten spezielle Fallschutzplatten verlegt werden. Sie sind oft in der Größe von 50 mal 50 Zentimeter in Baumärkten erhältlich. Dabei gilt: Je höher das Gerät, desto dicker sollten die Platten sein. So werden beispielsweise bei drei Meter hohen Spielpodesten üblicherweise Platten mit zehn Zentimetern Gesamtstärke verwendet. Die einzelnen Platten können mit Stiften verbunden oder mit Spezialkleber verleimt werden.
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